Direkt zum Inhalt
Social Media-Sucht
ANZEIGE

Social Media-Sucht Jeder Vierte der queeren Gen-Z ist davon betroffen

ms - 28.08.2025 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Immer mehr junge Menschen der Generation Z tun sich schwer damit, ihr Smartphone aus der Hand zu legen – zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie der Hochschule Macromedia in Zusammenarbeit mit YouGov. In besonderer Weise sind dabei gerade auch junge queere Personen betroffen, rund 22 Prozent der Gen Z definiert sich als LGBTIQ+ in Deutschland (Ipsos Studie 2024). 

Jeder Vierte ist betroffen 

Inzwischen zeigen 15 Prozent der Deutschen typische Anzeichen einer Social Media-Sucht auf, so das zentrale Ergebnis der Befragung. In der Generation Z liegt der Anteil bei 25 Prozent, bei den Millennials sind es 26 Prozent. Das Kernproblem liegt demnach bei Menschen im Alter von 18 bis 44 Jahren, ältere Generationen indes zeigen deutlich seltener ein schädliches Nutzungsverhalten. Die Einstufung erfolgte dabei auf Grundlage der sogenannten „Bergen Social Media Addiction Scale“, die offizielle Richtlinie zur Einschätzung einer Social-Media-Gefährdungsstufe.

Fluch oder Segen?

85 Prozent der über 2.000 Befragten nutzen die sozialen Medien inzwischen mehrmals täglich, trotz Arbeit, Studium und Privatleben. Rund 60 Prozent sehen darin keine negativen Auswirkungen für ihr Leben. Auch hier zeigt sich der Trend: Je jünger die Befragten, desto weniger erkennen sie ein Problem darin – bei der Gen Z sind es so zwei Drittel, unter Millennials noch knapp die Hälfte. Das ist insofern bemerkenswert, weil jeder dritte junge Mensch (34%) andererseits angibt, durch die Social-Media-Nutzung bereits Probleme im Job oder Studium erlebt zu haben. 

In der LGBTIQ+-Community wird seit Jahren immer wieder darüber diskutiert, ob die sozialen Medien mehr Risiko oder Nutzen beherbergen – einerseits erlauben sie gerade jungen queeren Menschen aus dem ländlichen Raum Kontakte mit Gleichgesinnten und Hilfe beim Selbstfindungsprozess sowie beim Coming-Out, andererseits sind soziale Medien auch Einfalltor für Hass, Hetze und Mobbing. Besonders beliebt sind nach wie vor unter jungen queeren Menschen Instagram und TikTok – genau jene zwei Anbieter, bei denen es besonders schwer fällt, aufzuhören. 

Instagram und TikTok

Die Studie zeigte klar auf, dass jene beide Plattformen mit Abstand das höchste Suchtpotenzial aufweisen und auch die meisten Zustimmungswerte bei der Gen Z bekommen, drei Viertel von ihnen schätzen diese als besonders wichtig ein. Prof. Dr. René Arnold, Professor für Management an der Hochschule Macromedia: „Etwa ein Viertel der Gen Z und Millennials zeigt problematische Social-Media-Nutzung: Viele flüchten sich in soziale Medien, um dem Alltag zu entkommen und scheitern oft beim Versuch, ihren Konsum zu begrenzen. Das zeigt ein Blick in die einzelnen Aspekte der von uns verwendeten Sucht-Skala.“

Sven Runge, Head of Research bei YouGov Deutschland: „TikTok und Instagram machen es leicht, die Zeit zu vergessen. Das ist Teil ihres Erfolgs. Aber: Intensive Nutzung ist nicht gleich problematisch. Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, zwischen Vielnutzung und Sucht zu unterscheiden und Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Dritte Festnahme von Drake Von

Pornostar wird abermals inhaftiert

Adultdarsteller Drake Von ist jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr festgenommen worden. Gegen ihn laufen inzwischen mehrere Strafverfahren.
Haft wegen Regenbogen-Shirt

Russland verschärft Repressionen

Ein russischer Kommunalwahlkandidat muss wegen eines Regenbogen-T-Shirts zehn Tage in Haft und darf nicht mehr kandidieren.
KI-Brillen sorgen für Kritik

Warnung vor Überwachungsrisiko

KI-Brillen von Meta könnten laut Kritikern neue Formen staatlicher Überwachung ermöglichen und besonders Minderheiten wie LGBTIQ+ gefährden.
Rätselhafter Tod in Dublin

Leiche in Recyclinganlage entdeckt

Ein obdachloser schwuler Mann wurde tot in einer Müllanlage in Dublin gefunden. Die Polizei schließt ein mögliches Verbrechen nicht aus.
Hardcore in Österreich

Alterscheck für alle Pornoseiten

Österreich plant ab 2027 verpflichtende Alterskontrollen für Pornoseiten. Kritiker warnen vor Risiken für Datenschutz und Anonymität.
Uni-Rauswurf in Nigeria

Schwule Studenten exmatrikuliert

Eine nigerianische Universität hat jetzt zwei männliche Studenten wegen einer homosexuellen Beziehung von der Hochschule geworfen.