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Tränengas-Einsatz beim Pride
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Tränengas-Einsatz beim Pride CSD-Teilnehmer greifen Polizisten an

ms - 11.08.2025 - 10:00 Uhr
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Beim Rad Pride Marsch, dem alternativen CSD im kanadischen Montreal, kam es am vergangenen Wochenende zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Schlussendlich mussten die Beamten Tränengas einsetzen, um die Lage zu befrieden. 

Eskalation mit der Polizei 

Die Rad Pride-Demonstration fand zum dritten Mal in der Millionenmetropole im östlichen Kanada statt und versteht sich als basisdemokratische Alternative zu den offiziellen Pride-Feierlichkeiten. Die queeren Aktivisten lehnen dabei unter anderem die Beteiligung von Unternehmen wie auch der Polizei an der Pride-Veranstaltung strikt ab.

Die Pride-Parade startete in den Abendstunden nach 21 Uhr, kurze Zeit später begangen offenbar die Demonstranten, Polizisten immer wieder aggressiv zu beschimpfen und zu schubsen, kurz darauf eskalierte die Situation weiter und es wurden Gegenstände auf die Beamten geworfen und Pyrotechnik eingesetzt, so die Sprecherin der Polizei von Montreal, Caroline Chèvrefils. Die queeren Aktivisten wurden dabei anscheinend immer rabiater. Laut der Zeitung City News wurden im weiteren Verlauf Fensterscheiben von Geschäften eingeschlagen und Mülltonnen in Brand gesetzt. Schlussendlich setzte die Polizei Tränengas ein, um die Menschenmenge vorzeitig aufzulösen. Verletzt oder festgenommen wurde nach Polizeiangaben allerdings niemand. 

Tradition des „radikal queeren Widerstands“

Der Rad Pride wurde von sechs queeren Organisationen ins Leben gerufen und wird unterstützt von rund dreißig weiteren Vereinen, darunter Studentenvereinigungen, Gemeindegruppen und Aktivistenkollektive. Die Veranstaltung findet seit drei Jahren immer am Abend vor der offiziellen Fierté Montréal-Parade statt und soll als politisches Statement gegen die von den Organisatoren beschriebene Kommerzialisierung und Institutionalisierung des Pride dienen. Die Veranstalter betonen dabei die „Tradition des radikalen queeren Widerstands“ und verweisen auf die aktivistischen historischen Wurzeln, die auf die Stonewall-Unruhen von 1969 zurückgehen sollen. Mehrere tausend Menschen nehmen jährlich seit 2023 in der zweitgrößten Stadt Kanadas an der Rad Pride teil. 

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