Direkt zum Inhalt

Dramatische Lage Immer öfter werden Homosexuelle in Down Under Opfer der Dating-Masche

Von ms - 18.12.2024 - 11:00 Uhr
Dramatische Lage
Foto: iStock / Wirestock
ANZEIGE
Loading audio player...

Die Dating-Masche nimmt in Australien immer größere Ausmaße an – inzwischen arbeiten zwei Sondereinheiten der Polizei an den Fällen. Insgesamt konnten bereits rund 35 Jugendliche festgenommen werden, davon allein 13 in Melbourne, weitere 20 in Sydney. Ein Ende der Überfälle scheint indes nach wie vor nicht in Sicht. Die Polizei geht inzwischen von mehreren Jugendbanden aus, die in einigen Großstädten wie Sydney, Melbourne und Perth im Land gezielt Jagd auf homosexuelle Männer machen. 

„Pädo-Jagd“ auf Homosexuelle 

Der Ablauf ist dabei fast immer identisch – mittels Dating-Apps werden die späteren Opfer angeschrieben, bis man sich für ein vermeintliches Sex-Date verabredet. Am Treffpunkt angekommen, werden die schwulen Männer dann allerdings zusammengeschlagen und ausgeraubt. 

Immer wieder haben die jungen Täter auch Freude daran, ihre Taten anonymisiert in den Sozialen Medien mittels Videomitschnitten zu veröffentlichen, um die Homosexuellen zusätzlich bloßzustellen. In anderen Fällen wurden die Männer mittels Gewaltandrohungen dazu gezwungen, sich online selbst auf TikTok und Instagram als pädophil zu bezeichnen. Die jungen Täter erklärten dabei, dass die „Pädo-Jagd“ weitergehen werde. 

In diesem Zusammenhang stellt die australische Polizei fest, dass auch die Angriffe auf die ganze Gay-Community weiter zunehmen. In den schwul-lesbischen Szenevierteln der Städte komme es verstärkt zu Angriffen auf Homosexuelle, daneben wird auch ein Anstieg bei Beschimpfungen verzeichnet. In einem extremen Fall wurde ein schwules Paar mit einer Machete angegriffen, überlebte die Gewalttat allerdings glücklicherweise.  

Anzeige

Auch Interessant

Akzeptanz mit Grenzen

LGBTIQ+-Sorge um Zukunft

Viele LGBTIQ+-Menschen in Großbritannien sehen gesellschaftliche Fortschritte, fürchten aber zunehmende Diskriminierung und unsichere Perspektiven.
Zwischenwahlen in den USA

LGBTIQ+-Rechte verstärkt im Fokus

Bei den US-Zwischenwahlen geht es heute auch um die Zukunft der LGBTIQ+-Rechte: Neue Mehrheiten könnten Trumps Politik stärker kontrollieren.
Gemeinsam statt einsam

Bibliotheken öffnen Türen

LGBTIQ+-Menschen sind oft besonders von Einsamkeit betroffen. Ein Aktionsmonat in Bibliotheken schafft nun Gelegenheiten zur Begegnung.
Attacke in Bremen

Trans* Frau bewusstlos geschlagen

Eine 22-jährige trans* Frau wird in Bremen beleidigt und niedergeschlagen. Nach der Attacke vor einer Diskothek ermittelt der Staatsschutz.
Ausgerechnet Dumbledore

Vances Kostüm löst Debatte aus

J. D. Vance feiert Halloween als Dumbledore. Dass der Zauberer schwul ist, sorgt angesichts seiner Politik für spöttische Reaktionen.
Wirbel um Kondom-Rückruf

Einhorn erklärt betroffene Chargen

Frankreich ruft Einhorn-Chargen zurück. Der Berliner Anbieter widerspricht Qualitätsvorwürfen und erklärt, für wen der Austausch gilt.
Abschied von Regina Ziegler

ZDF ändert sein Programm

Regina Ziegler ist mit 82 Jahren gestorben. Das ZDF erinnert mit einem Sonderprogramm an die Produzentin von „Weissensee“ und „Familie Bundschuh“.
Hass beim Spaziergang

Heiner Garg über Anfeindungen

Heiner Garg schildert homophobe Anfeindungen in Kiel. Der frühere Sozialminister spricht über Spucken, Beleidigungen und die Angst junger Queers.
Liebe bei Heated Rivalry?

Hudson Williams zieht Grenzen

„Heated Rivalry“-Star Hudson Williams sprach über die besondere Seelenverwandtschaft zu Kollege Connor Storrie.