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Sodomie und Mord in Afrika
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Sodomie und Mord in Afrika Ein Gerichtsfall um zwei Schwule und ein Doppelmord an zwei Lesben beschäftigt derzeit viele Afrikaner

ms - 05.09.2024 - 15:00 Uhr
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Zwei besondere Fälle sorgen derzeit in Afrika vielerorts für Schlagzeilen – in Simbabwe muss sich ein schwules Paar selbstverschuldet wegen „Sodomie“ vor Gericht verantworten, in Südafrika schockt der grausame homophobe Doppelmord an einem lesbischen Paar die Bevölkerung.  

Eskalation nach Streit

Der Fall der beiden jungen Männer ist vor allem deswegen über die Grenzen von Simbabwe hinaus derzeit ein Gesprächsthema, weil das homosexuelle Paar sein Unheil selbst verschuldet hat. Seit einem guten Jahr waren die beiden Männer im Alter von 25 und 28 Jahren zusammen und lebten auch gemeinsam in einem Haus.

Ein heftiger Streit ums Geld sowie über eine mögliche Affäre des einen, eskalierte so sehr, dass der vermeintlich bestohlene und betrogene Partner zur Polizei ging, um Anzeige zu erstatten. Beide Männer wurden dabei von der Polizei verhört, dabei verplapperte sich das schwule Paar wohl mehrfach bezüglich ihren tatsächlichen Wohnverhältnissen und ihrer heimlichen Beziehung miteinander. 

Die Beamten nahmen die beiden Männer fest und beschlagnahmten ihre Handys inklusive zahlreicher Filme und Fotos der Beiden, die eindeutig belegen, dass die zwei Homosexuellen nicht nur ein Paar waren, sondern auch mehrfach Sex miteinander gehabt hatten. Im Land existiert bis heute ein Gesetz gegen „Sexuelle Abnormalitäten“, dabei ist bereits das Händchenhalten bei gleichgeschlechtlichen Paaren strafbar. Für sexuelle Handlungen zwischen zwei Männern kann eine Haftstrafe von bis zu vierzehn Jahren ausgesprochen werden.  

Grausamer Doppelmord

Im zweiten Fall dreht es sich um ein lesbisches Paar aus Edendale, Südafrika. Nach Angaben der Polizei wurden die beiden jungen Frauen im Alter von 22 und 28 Jahren vom Ex-Freund einer der beiden Frauen eiskalt ermordet. Die Bluttat ereignete sich vor wenigen Tagen Ende August, als die zwei Frauen gerade in ein Taxi stiegen. Mit einer Pistole wurde das lesbische Paar erschossen. 

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der Mann und Vater des gemeinsamen Kindes nicht akzeptiert, dass seine frühere Partnerin eine Beziehung mit einer anderen Frau eingegangen war. Im Vorfeld des Doppelmordes hatte der Mann das lesbische Paar mehrfach auch belästigt. 

Homophobie in Afrika

Mehrere LGBTI*-Organisationen im Land verurteilten die Tat als „entsetzlich und unfassbar grausam“. Ein Sprecher des Homosexuellen-Verbandes Uthingo Network sagte: „Diese brutale Tat wirft ein Schlaglicht auf die tief sitzende Homophobie und Gewalt in Südafrika, insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen LGBTI*-Personen oft an den Rand gedrängt und nicht ausreichend geschützt werden. Der systematische Mangel an Bewusstsein und Verständnis in diesen Gemeinschaften trägt zu einem Umfeld bei, in dem solche Hassverbrechen häufig und ohne große Konsequenzen geschehen können.“ 

Ein Ratsmitglied aus Edendale, Sanele Zuma, verurteilte die Todesfälle ebenso und bekräftigte: „Was geschehen ist, nehmen wir als Gemeinschaft nicht auf die leichte Schulter. Es ist schockierend für uns, dass es immer noch Menschen gibt, die ihr Leben nur aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verlieren.“ 

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