Direkt zum Inhalt
Weniger Vielfalts-Förderung
ANZEIGE

Weniger Vielfalts-Förderung Bundesbildungsministerin Prien will neue Schwerpunkte setzen

ms - 13.11.2025 - 11:50 Uhr
Loading audio player...

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) will das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ neu ausrichten – dabei soll die Förderung im Bereich der Vielfaltsgestaltung stark zurückgefahren werden, wie sie jetzt gegenüber dem RBB betonte. 

Neuausrichtung bei Förderung

Die neuen Schwerpunkte sollen demnach auf die Demokratiebildung und die Extremismusprävention gelegt werden, so Prien im Interview auf Radio3 des RBB. Es sei dabei Aufgabe einer neuen Regierung, neue Schwerpunkte zu setzen. Die Gestaltung und Förderung von Vielfalt indes sei eine Frage, die „aus der Zivilgesellschaft selbst heraus passieren“ müsse. 

Zudem betonte Prien, dass sie mehr Sachlichkeit und Unabhängigkeit bei der Vergabe von Geldern für wichtig hält, bisher geschehe die Evaluation von Projekten sehr stark durch die jeweils geförderten Institutionen selbst, sprich: Jene, die Fördergelder bekommen, bewerten weitestgehend demnach offenbar eigenständig, wie wichtig ihre Aktionen waren. Künftig solle es hingegen externe Überprüfungen geben, auch durch wissenschaftliche Untersuchungen, so Prien. 

Förderung von queeren Projekten 

Der Etat für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ist Teil des Budgets des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Im Haushaltsjahr 2024 waren rund 200 Millionen Euro für das Programm eingeplant, damit wurden auch mehrere queere Vereine und Aktionen finanziell unterstützt, beispielsweise das Netzwerk „Selbstverständlich Vielfalt – der Kooperationsverbund für sexuelle, romantische und geschlechtliche Selbst­bestimmung“ der queeren Organisationen LSVD+, Bundesverband Trans*, Akademie Waldschlösschen sowie Bundesverband Queere Bildung. In diesem Jahr betrug die Fördersumme hier laut BMFSFJ rund 530.000 Euro.

Prien will im Haushalt 2026 den Etat für die Demokratieförderung insgesamt um elf Millionen Euro erhöhen, allerdings soll damit deutlich stärker wie bisher Linksextremismus, Antisemitismus und Islamismus bekämpft werden, so die Ministerin weiter. Über die endgültige Fassung des Haushalts in diesem Bereich stimmt der Bundestag Ende November ab, dann kann auch final über die Höhe der Fördergelder für Vereine und Verbände in den kommenden Jahren bestimmt werden. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Generation Z verändert sich

Mehr Frauen queer als Männer

Eine neue Studie zeigt: Frauen der Generation Z identifizieren sich deutlich häufiger als LGBTIQ+ als Männer derselben Altersgruppe.
Klatsche für Ron DeSantis

US-Gericht stoppt "Woke"-Verbot

Ein US-Berufungsgericht stoppte jetzt Floridas „Stop Woke Act“ an Hochschulen und sieht darin eine unzulässige Machtüberschreitung.
Schadensersatz für Verleumdung

Schwuler US-Lehrer wehrte sich

Ein US-Gericht hat einem schwulen Lehrer und einer LGBTIQ+-Unterstützerin wegen Verleumdung mehr als eine Million Dollar Schadenersatz zugesprochen.
Shigella auf dem Vormarsch

Neue Gefahr durch Resistenzen

Sexuell übertragbare Shigella-Infektionen nehmen in Großbritannien weiter zu und werden zunehmend schwerer behandelbar.
HIV-Experten schlagen Alarm

Warnung vor Versorgungslücken

HIV-Experten warnen vor Folgen sinkender HIV-Hilfen und fordern von Deutschland jetzt mehr internationales Engagement im Kampf gegen HIV/Aids.
Appell an EU-Kommission

Schützt die Prides in Europa

Die ILGA Europe richtet sich mit einem dringenden Appell an die EU-Kommission: Schützt unsere Prides, schützt die Demokratie!
Streit um Museumsinhalte

Weißes Haus greift Smithsonian an

Ein Bericht des Weißen Hauses wirft dem Smithsonian Museum ideologische Einflussnahme vor und kritisiert insbesondere Ausstellungen zu LGBTIQ+-Themen.
Vielfalt im deutschen TV?

Queere Filme bleiben Ausnahme

Eine neue Untersuchung bescheinigt queeren Filmproduktionen im deutschen Fernsehen zwar eine Rekordsichtbarkeit, sieht aber auch deutliche Defizite.
Mordfall Etchika Pollex

Polizei schnappt Tatverdächtigen

Knapp zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod der trans* Boxpromoterin Etchika Pollex ist der Tatverdächtige jetzt in Südfrankreich festgenommen worden.