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Absage CSD Gelsenkirchen 2025 Islamistische Bedrohung sorgte für Ende des Pride

Von ms - 02.03.2026 - 08:15 Uhr
Absage CSD Gelsenkirchen 2025
Foto: IMAGO / Funke Foto Services
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Eine akute Drohung gegen den CSD in Gelsenkirchen im Frühling 2025 scheint islamistisch motiviert gewesen zu sein. Der Pride, der ursprünglich für Mitte Mai 2025 mit rund 600 Teilnehmern geplant gewesen war, wurde im letzten Jahr unmittelbar vor Beginn abgesagt. Der Veranstalter verwies in einer Pressemitteilung auf eine „vage Gefährdungslage“ und betonte, dass die Absage drastische Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der Community habe. 

Islamistischer Anschlagsplan gegen Pride

Gleichzeitig wurde damals jedoch klargestellt: „Die Sicherheit aller Teilnehmenden hat für uns oberste Priorität.“ Jetzt wurde publik: Am Morgen des geplanten Events hatte das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen einen TikTok-Beitrag entdeckt, in dem ein männlicher Verdächtiger einen Angriff ankündigte. Die Behörden stuften die Bedrohung als ernstzunehmend ein. 

Laut Recherchen des Spiegel zeigte der Profil-Avatar des Verdächtigen eine schwarze Fahne sowie den Tauhid-Finger, Symbole, die von Islamisten verwendet werden. Der Verdächtige soll ein Jugendlicher aus der Schweiz sein. Die zuständige Jugendanwaltschaft führt derzeit die Ermittlungen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Luzern mitteilte. Weitere Informationen könnten erst nach Abschluss des Verfahrens bekanntgegeben werden.

Angriffe auf CSDs nehmen zu 

Der queerpolitische Sprecher der Linken, Sebastian Merkens, hatte dazu im letzten Jahr bereits erklärt: „Diese Ereignisse verweisen auf eine dramatische Zunahme queerfeindlicher Einstellungen, die viele queere Menschen auch in ihrem Alltag als Belästigung, Bedrohung und Gewalt erfahren.“ Die Forderung an die schwarz-grüne Landesregierung verwies auf eine neue Strategie, um die queere Community in Nordrhein-Westfalen wirksam und besser zu schützen. 

„Menschen, die an den Prides teilnehmen wollen, müssen vor Bedrohungen, Angriffen und Gewalt geschützt werden“, so Merkens. Im letzten Jahr haben dabei die Angriffe auf CSD-Teilnehmer und Störversuche von Prides in Deutschland ein Allzeithoch erreicht, etwas jeder zweite CSD in der Bundesrepublik erlebte Vorfälle, in rund 50 Prozent davon waren Rechtsextreme die Agitatoren. 

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