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Gay and Lesbian Mardi Gras
Foto: IMAGO / AAP
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Gay and Lesbian Mardi Gras 250.000 Menschen feierten friedlich das australische Mega-Event

ms - 02.03.2026 - 11:00 Uhr
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Glitzer, Pailletten und politische Botschaften prägten am vergangenen Wochenende die Gay and Lesbian Mardi Gras Parade in Sydney entlang der Oxford Street. Rund 200 Festwagen und etwa 10.000 Teilnehmer zogen die zwei Kilometer lange Strecke entlang, die anlässlich des 48. Jubiläums unter Denkmalschutz gestellt wurde. Rund 250.000 Menschen feierten friedlich das besondere Event. 

Von Alt bis Jung sind alle dabei 

Die Parade begann mit einer traditionellen „Welcome to Country“-Ruf, bevor das erste Aufheulen der Motoren von „Dykes on Bikes“ den offiziellen Start markierte. Zwischen Leder-Outfits und Pride-Flaggen waren auch Schilder zu sehen, die LGBTIQ+-Rechte  hervorhoben. Der First Nations-Wagen „Blak Joy“ präsentierte sowohl die Flaggen der Aborigines als auch der Torres-Strait-Inseln, komplett aus Pailletten gefertigt. 

Die „78ers“, die Pioniere der LGBTIQ+-Bewegung in Australien, marschierten stolz und hielten ein Banner mit der Aufschrift: „„Stoppt Polizeigewalt gegen Schwule, Frauen und Schwarze“. Die Bürgermeisterin von Sydney, Clover Moore, führte ihren Wagen in einem offenen blauen Cabrio an, begleitet vom unabhängigen Abgeordneten Alex Greenwich. Auch weitere Lokalpolitiker waren vor Ort. Das Motto der diesjährigen Parade lautete „Ecstatica“ und versprach „Pride, Leidenschaft und glitzergetriebene Widerstandskraft“ entlang der Oxford Street in Darlinghurst bis zur Anzac Parade in Moore Park.

Hohes Sicherheitsaufkommen der Polizei 

Die jüdische Gruppe Dayenu, die nach dem Terroranschlag am Bondi Beach zunächst auf ihre Teilnahme verzichten wollte, zog schließlich doch mit starker Polizeibegleitung durch die Straßen. Die Mitglieder trugen Pride-Flaggen mit Davidstern und Schilder mit der Aufschrift „Stolz, jüdisch zu sein!“. Eine queere Aktivistengruppe namens „Pride in Protest“ war vorab ausgeschlossen worden, da deren Mitglieder den jüdischen Menschen in der Community vorwarfen, sie würden den „Genozid zu unterstützen“. Die Sicherheitsvorkehrungen waren nach dem Bondi-Anschlag am 14. Dezember erheblich verstärkt worden, die Polizei patrouillierte stark bewaffnet über die ganze Strecke entlang. 

Rund 200 schwule und lesbische Paare heiraten beim diesjährigen Gay and Lesbian Mardi Gras auch, einige davon geplant, andere wie im Hyde Park auch ganz spontan. Der Standesbeamte Steven Christie bot interessierten Paaren diese „Last-Minute“-Hochzeiten an. Viele Teilnehmer des Events betonten dabei immer wieder auch die besondere Bedeutung von Sichtbarkeit und Gemeinschaft – gerade auch mit Blick auf die steigenden Fälle von Hasskriminalität und Angriffe auf die Community sowie die massiven Überfälle mittels der Dating-Masche landesweit in Australien.  

Bewegende Botschaften

Gegenüber der britischen Guardian berichteten diverse Teilnehmer, warum der Gay and Lesbian Mardi Gras für sie so besonders ist, eine davon ist die Wagenorganisatorin Teresa Leggett, die sich seit 22 Jahren für das Event engagiert, nachdem sich ihr damaliger Ehemann als schwul geoutet hat: „Er konnte keine Zukunft sehen. Mein Mann sagte mir, er wäre lieber tot als schwul. Also nahm ich ihn 2004 zu seinem ersten Mardi Gras mit, um ihm zu zeigen, dass auch etwas anderes möglich ist. Du kannst jeder sein in dieser großen, liebevollen Gemeinschaft!“ 

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