Direkt zum Inhalt
US-Marine benennt Schiff nach LGBTI*-Aktivist

USNS Harvey Milk US-Marine benennt Schiff nach LGBTI*-Aktivist

co - 08.11.2021 - 13:00 Uhr
Loading audio player...

Die US-amerikanische Navy ließ am Samstag ein neues Schiff zu Wasser. Benannt wurde es nach dem LGBTI*-Aktivisten und Politiker Harvey Milk. Das Schiff gehört zu insgesamt sechs neuen Booten, die nach berühmten US-Bürgerrechtlern benannt wurden.

Milks Werdegang

Milk diente während des Koreakriegs als Tauchoffizier und war Leutnant des U-Boot-Rettungsschiffs USS Kittiwake. 1955 wurde er zwei Wochen lang über seine Sexualität verhört und anschließend aus dem Dienst entlassen. 1977 wurde er in den Aufsichtsrat von San Francisco gewählt. Ein Jahr später erschoss ihn der ehemalige Stadtaufseher Dan White, mit dem er oftmals aneinandergeraten war. Milk war einer der ersten offen schwulen Politiker der USA.

Schiffsweihe in San Diego

Auf der Schiffsweihe sagte Marine-Minister Carlos Del Toro laut BBC: Es war falsch, dass Milk während seiner Zeit in der Navy gezwungen wurde, „einen überaus wichtigen Teil seines Lebens zu verstecken“: „Für eine viel zu lange Zeit wurden Matrosen wie Leutnant Milk in die Schatten gedrängt – oder noch schlimmer aus unserer geliebten Marine hinaus.“ Diese Ungerechtigkeit sei genauso Teil der Navy-Geschichte wie diejenigen, die trotzdem weiterhin ihren Dienst leisteten. Als die Obama-Regierung 2016 erstmals verkündete, dass ein Schiff nach Milk benannt werden sollte, behaupteten einige Gegenstimmen, dass Milk, der den Vietnam-Krieg offen ablehnte, das missbilligt hätte.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Daten entkräften Vorwürfe

Realität widerspricht der Debatte

Seit 2022 haben in Großbritannien nur vier Menschen offiziell eine Beschwerde aufgrund einer trans* Person in einer öffentlichen Toilette eingereicht.
Posting löst Debatte aus

Gute Werbeidee oder geschmacklos?

Ein rosa-grünes Pistazieneis mit dem Namen „Pistacchio Gay“ löste in einer süditalienischen Eisdiele einen Sturm der Kritik aus.
Republikaner als Retter?

Umstrittener schwuler Politiker

Der republikanische Ex-US-Kongressabgeordnete George Santos, der wegen Betrugs verurteilt wurde, will in Venezuela Hilfe leisten.
Stalking in der Schweiz

Straftat seit Jahresbeginn

Stalking ist in der Schweiz seit Jahresbeginn verboten. Das neue Gesetz soll gerade auch LGBTIQ+-Menschen besser schützen.
Sammelklage gegen Trump

Queerer Verein geht vor Gericht

Ein queerer Verein hat eine Sammelklage gegen US-Präsident Donald Trump im Namen queerer Bundesangesteller eingereicht.
Präsident verhindert Reform

Unterstützung in der Bevölkerung

Polens Regierung hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der erstmals eingetragene Partnerschaften für homosexuelle Paare ermöglich soll.
Urteil stärkt Schutz vor Hetze

Strafmaßnahmen für Internetattacken

Vor einem Pariser Gericht ist ein viel beachteter Prozess um Cybermobbing gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron zu Ende gegangen.