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Republikaner als Retter? George Santos kündigt humanitäre Mission in Caracas an

Von mr - 06.01.2026 - 13:30 Uhr
George Santos kündigt humanitäre Mission in Caracas an
Foto: © IMAGO / Cover-Images
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Der frühere republikanische US-Kongressabgeordnete George Santos, der nach einer Betrugsverurteilung national für Schlagzeilen sorgte, will in Venezuela Hilfe leisten. Am Sonntag kündigte er öffentlich an, „in den kommenden Tagen“ nach Caracas zu reisen, um dort humanitäre Hilfe zu leisten. Diese Ankündigung folgt unmittelbar auf die Militäraktion der USA, in deren Verlauf Präsident Nicolás Maduro festgenommen und zur Anklage in die Vereinigten Staaten gebracht wurde.

 

Angekündigte Hilfsmission und internationale Kritik

Santos positionierte sich auf der Nachrichtenplattform X als Retter der venezolanischen Bevölkerung: „Ich freue mich darauf, Teil der Lösung zu sein und die Probleme eines zu lange unterdrückten Volkes zu beenden.“ Die Wortwahl spielte auf die akute Notlage vieler Venezolanerinnen und Venezolaner an. Die Situation im Land spitzt sich seit der Festnahme Maduros dramatisch zu. Gleichzeitig wächst die weltweite Kritik an dem US-amerikanischen Militäreinsatz, den Russland, China und viele andere Staaten als völkerrechtswidrig verurteilen und als Angriff auf die Souveränität Venezuelas sehen. Nicht nur Human Rights Watch, sondern auch zahlreiche europäische Staaten fordern Zurückhaltung und eine Rückkehr zu diplomatischen Mitteln.

 

Politische Motive

Für Beobachterinnen und Beobachter erscheint Santos’ Ankündigung als gezielter Versuch, nach seiner vorzeitigen Haftentlassung durch ein Gnadengesuch von Ex-Präsident Donald Trump wieder internationale Sichtbarkeit zu erhalten. In sozialen Netzwerken ging Santos auch auf die Kritik an der US-Operation ein:

„Ich kann es nicht mehr hören: ,Es ist illegal, es ist ein internationales Verbrechen.‘ Die Oligarchie in Venezuela war im Wohlstand, während alle anderen hungerten. Entschuldigt mich also, wenn ihr meint, Trump habe ein Verbrechen begangen.“ — George Santos, X, 4. Januar 2026

Nach dem Eingreifen der US-Streitkräfte wurde Delcy Rodríguez als Interimspräsidentin eingesetzt. Während sie äußerte, dass Gespräche mit der internationalen Gemeinschaft möglich seien, wies sie die Rechtmäßigkeit der US-Intervention entschieden zurück.

 

Krise und Machtwechsel

Venezuela erlebt seit Jahren eine schwere humanitäre Krise: Laut UNHCR mussten über sieben Millionen Menschen das Land verlassen. Die jüngste US-Operation, von Pentagon-Sprecherinnen als „Operation Absolute Resolve“ bezeichnet, endete damit, dass Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores nach New York ausgeliefert wurden. Während Maduro vor einem US-Bundesgericht seine Unschuld beteuert, bleibt die politische und humanitäre Lage in Venezuela angespannt – die Gesellschaft ist durch Jahre wirtschaftlicher Not und politische Repression tief gespalten.

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