Direkt zum Inhalt
Trey Cunningham selbstbewusst
ANZEIGE

Trey Cunningham selbstbewusst Rekorde und Blick Richtung Olympia

ms - 18.09.2026 - 16:30 Uhr
Loading audio player...

Der US-amerikanische schwule Hürdenläufer Trey Cunningham (28) hat seine Freiluftsaison mit einem Auftritt bei den erstmals ausgetragenen „Ultimate Championships“ in Budapest beendet. Bei dem Einladungsturnier traf sich die internationale Leichtathletik-Elite. Teilnahmeberechtigt waren ausschließlich Olympiasieger von 2024, Weltmeister von 2025 und die bestplatzierten Athleten des Jahres 2026.

Das Wichtigste im Überblick

  • Trey Cunningham hat seine Freiluftsaison in Budapest beendet.
  • Bei den „Ultimate Championships“ wurde der US-Amerikaner Vierter über 110 Meter Hürden.
  • Im Juni hatte Cunningham über diese Distanz einen 27 Jahre alten Rekord gebrochen.
  • Bei den Hallen-Weltmeisterschaften im vergangenen Winter gewann er Silber.
  • Der 28-Jährige gilt als möglicher Kandidat für das US-Olympiateam 2028.
  • Cunningham arbeitet auch als Model und ist Adidas-Athlet.
  • Er traf in diesem Sommer unter anderem den britischen Wassersprung-Star Tom Daley.
  • Cunningham outete sich 2024 öffentlich als schwul.

Blick auf Olympia 

Cunningham erfüllte die Voraussetzungen nach einem starken Jahr. Im Juni hatte der Sportler aus Alabama über 110 Meter Hürden einen 27 Jahre alten Rekord gebrochen. Im vergangenen Winter gewann er zudem Silber bei den Hallen-Weltmeisterschaften. In Budapest kam Cunningham in seinem Rennen auf Platz vier – hinter drei weiteren US-Amerikanern. Für Aufmerksamkeit sorgte er aber auch abseits der Ergebnisliste. Cunningham ist gerade 28 Jahre alt geworden und richtet den Blick bereits auf eine mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028. Zunächst aber stand ein europäischer Sommer auf dem Programm.

Seine Europareise begann in Rom. Dort lief Cunningham die 110 Meter Hürden in 12,98 Sekunden und stellte damit den erwähnten Rekord auf. Selbst ein Missgeschick auf der Reise konnte ihn dabei nicht aufhalten: Sein Gepäck ging verloren. Zum Glück hatte der Leichtathlet ein zusätzliches Paar Spikes dabei. Nach seiner Durchbruchssaison 2025 sprach Cunningham selbstbewusst über seine sportliche Stellung: „Jedes Mal, wenn ich an der Startlinie stehe, bin ich genauso schnell oder schneller als in einem Weltmeisterschafts- oder Olympiafinale. Ich bin an jedem beliebigen Tag der beste oder einer der besten Hürdenläufer der Welt.“ In diesem Sommer konnte Cunningham diese Einschätzung mit entsprechenden Leistungen untermauern.

Loverboy der Leichtathletik 

Seine Bekanntheit beschränkt sich inzwischen nicht mehr auf die Laufbahn. Cunningham ist Adidas-Athlet und arbeitet auch als Model. In diesem Zusammenhang traf er in diesem Sommer den britischen Wasserspringer Tom Daley. Als Zeichen ihrer Freundschaft schenkte Daley Cunningham eine seiner bekannten Badehosen. Bei einem Besuch in Zürich fotografierten Adidas-Fotografen Cunningham ebenfalls. Sein markanter, verträumter Blick gehört dabei zu den Bildern, mit denen er sich auch abseits des Sports präsentiert. Cunningham wird unter anderem als „neuer Loverboy der Leichtathletik“ bezeichnet. Auch Fotos ohne Oberteil sorgen bei seinen Fans für Aufmerksamkeit.

Für Cunningham ist die Arbeit vor der Kamera zugleich ein Kontrast zum Leistungssport. Das Modeln biete ihm mehr Raum für Leichtigkeit und Kreativität. „Beim Modeln geht es eher darum: ‚Wir werden Spaß haben, wir werden einen Weg finden, das schön zu machen‘“, sagte er. Dass ihm das nicht besonders schwerfällt, zeigt seine wachsende Präsenz in der Mode- und Unterhaltungswelt. Aussehen und Selbstbewusstsein gehören dabei zu seinem öffentlichen Auftreten.

Öffentliches Coming-Out

Cunningham stammt aus einer Kleinstadt in Alabama. 2024 outete er sich öffentlich als schwul. Seitdem habe er seinen Weg konsequent fortgesetzt. „Menschen lieben Authentizität, und sie werden dich nicht dafür hassen, dass du du selbst bist“, sagte Cunningham. „Sie sind einfach neidisch, weil sie ihr Leben nicht so leben können, wie sie es wollen.“ Einige Jahre nach Beginn seiner Profikarriere setzt Cunningham damit auf und neben der Leichtathletik auf ein selbstbewusstes Auftreten. Nach dem Ende der Freiluftsaison bleibt ihm nun Zeit, auf die vergangenen Monate zurückzublicken. Für ihn gibt es dabei mehrere Gründe zum Feiern: einen Rekord, internationale Erfolge, neue Modelaufträge und die Aussicht auf eine mögliche Zukunft bei den Olympischen Spielen 2028.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Kerle in besonderer Tracht

Lederhose, Lust und Lebensfreude

September ist Oktoberfestzeit. Für schwule Jungs liegt dabei eine besondere Faszination bei Männern in Lederhosen. Doch warum eigentlich?
Netflix und LGBTIQ+

Die zehn erfolgreichsten Serien

Netflix' meistgesehene Serien zeigen viele LGBTIQ+-Figuren und Geschichten – an der Spitze steht ein sexy Werwolf mit rund 252 Millionen Aufrufen.
Mordversuch mit Bierflasche

Junger Mann in Minnesota attackiert

Ein Mann aus Minnesota wurde mit einer zerbrochenen Bierflasche attackiert und schwer verletzt, weil sein Angreifer ihn fälschlich für schwul hielt.
Nationale Krise auf Fidschi

Massiv steigende HIV-Zahlen

Der Staat Fidschi reagiert auf stark steigende HIV-Zahlen mit einem nationalen Notstand und will Tests, Prävention und Behandlung ausweiten.
Suizide in der EU

Männer deutlich häufiger betroffen

Die Suizidrate in der EU sinkt langsam, doch Männer und sexuelle Minderheiten bleiben besonders stark betroffen, insbesondere in Deutschland.
Kritik an Bundesregierung

LSVD+ betont fehlenden Schutz

Der LSVD+ kritisiert fehlende Maßnahmen der Bundesregierung gegen Queerfeindlichkeit und fordert mehr Beteiligung der queeren Zivilgesellschaft.
Demonstrationen für LGBTIQ+

Proteste vor türkischen Botschaften

Proteste heute vor Botschaften: Internationale Organisationen und Regierungsvertreter kritisieren die Einschränkungen gegen LGBTIQ+ in der Türkei.
Brutaler Überfall in Berlin

Junger Schwuler attackiert

Ein 26-jähriger schwuler Mann wurde in Berlin angegriffen und beraubt, nachdem ein Unbekannter nach seiner sexuellen Orientierung gefragt hatte.
Barfuß durch Tokio

Aufsehen um Italiens Wassersportler

Italiens Wasserball-Meisterteam Pro Recco sorgte mit einer ungewöhnlichen Aktion in sexy Badehosen an der Tokioer Shibuya-Kreuzung für Aufmerksamkeit.