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Mord mit Bierflasche
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Mordversuch mit Bierflasche Mann niedergestochen – weil Angreifer ihn für schwul hielt

ms - 18.09.2026 - 11:00 Uhr
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Ein Mann im US-Bundesstaat Minnesota soll einen „völlig Fremden“ mit einer zerbrochenen Bierflasche angegriffen haben, weil er ihn fälschlicherweise für schwul hielt. Kyle Eugene Heisler Jr. (25) aus Deer River wurde jetzt wegen schwerer Körperverletzung zweiten Grades mit einer gefährlichen Waffe, Bedrohung und Behinderung des Rechtsverfahrens angeklagt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ein 25-Jähriger soll in einer Bar in Duluth einen ihm unbekannten Mann mit einer zerbrochenen Bierflasche niedergestochen haben.
  • Der mutmaßliche Angreifer soll das Opfer zuvor mit homophoben Beleidigungen beschimpft haben.
  • Der 37-Jährige erlitt unter anderem eine schwere Verletzung an der Niere und mehrere Stich- und Schnittwunden. 
  • Der Tatverdächtige Kyle Eugene Heisler Jr. wurde wegen mehrerer Straftaten angeklagt und sitzt gegen 100.000 US-Dollar Kaution in Haft.
  • Die Staatsanwaltschaft prüft eine Verschärfung der Vorwürfe nach Minnesotas Gesetz gegen Hasskriminalität.

Homophober Mordversuch

Der mutmaßliche Angriff ereignete sich am frühen Sonntagmorgen in einer Bar im Zentrum von Duluth. Ein heterosexueller 37-Jährige hatte sich in der Bar mit seiner Ehefrau und Freunden aufgehalten. Die Gruppe war zuvor bei einer Hochzeitsfeier gewesen und hatte in der Bar getanzt. Als das spätere Opfer gemeinsam mit einem Freund die Tanzfläche verließ, um die Herrentoilette zu benutzen, soll Heisler die beiden an den Urinalen angesprochen haben. Der junge mutmaßliche Täter beschimpfte den Mann mit homophoben Beleidigungen und soll anschließend mehrfach mit einer zerbrochenen Bierflasche in seinen Bauch gestochen haben. Der Verletzte erlitt nach Angaben der Staatsanwaltschaft von St. Louis County unter anderem eine schwere Verletzung der Niere und rang zwischenzeitlich mit seinem Leben. 

Aktuell ist der 37-Jährige stabil und wird weiterhin im Krankenhaus versorgt. Nachdem Freunde des Opfers den Vorfall bemerkten, flüchtete der 25-Jährige aus der Bar. Nur wenige Blocks entfernt spürte die herbeigerufene Polizei Heisler kurze Zeit später schlussendlich auf. Den Angaben zufolge waren an seinem Hemd deutlich Blutflecken zu sehen. Heisler soll sich gegenüber den Beamten aggressiv verhalten und mehrere Drohungen ausgesprochen haben. Unter anderem soll er einem Polizisten gedroht haben, ihn „in den Boden zu schlagen“.

Mehrere Vorstrafen

Heisler ist laut Gerichtsakten bereits mehrfach vorbestraft. Zum Zeitpunkt des Angriffs stand er unter überwachten Bewährungsauflagen wegen eines früheren Falls von Behinderung des Rechtsverfahrens. Damals hatte er mit einer Schrotflinte gedroht, als Polizisten versucht hatten, ihn wegen ausstehender Haftbefehle festzunehmen. Am jüngsten Tatort fanden die Ermittler eine zerbrochene Flasche nahe dem Eingang zur Toilette. Im Bereich des Angriffs wurden zudem blutige Glassplitter entdeckt. Das Opfer hatte laut Strafanzeige mehrere Stichverletzungen und eine zwei bis drei Zoll lange Schnittwunde auf der linken Bauchseite. Aus einer der Verletzungen wurde außerdem ein Glassplitter entfernt. 

Gefahr für die Allgemeinheit 

Der Freund, der den 37-Jährigen auf die Toilette begleitet hatte, identifizierte Heisler später als den Angreifer. Bei der Anhörung zur Anklage sagte Staatsanwalt Mike Ryan aus St. Louis County: „Die Messerattacke schien ausschließlich auf einer oberflächlichen und falschen Einschätzung der sexuellen Orientierung der Person zu beruhen. Das Verhalten von Herrn Heisler zeigt eine Bereitschaft, mit sehr wenig Motivation zu extremer Gewalt zu greifen.“ Der Staatsanwalt bezeichnete Heisler als eine Bedrohung für „praktisch jeden, der seinen Weg kreuzt.“ Bei einer Verurteilung drohen Heisler wegen der Körperverletzung bis zu zehn Jahre Haft. Der Vorwurf der Bedrohung kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

Die Vorwürfe und damit die mögliche Haftzeit könnten nach dem Gesetz des Bundesstaates Minnesota gegen Hasskriminalität noch einmal verschärft werden. Das Gesetz sieht entsprechende Regelungen für Angriffe vor, die „ganz oder zu einem wesentlichen Teil“ aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen sexuellen Orientierung eines Opfers begangen werden. Ob diese Regelung angewendet wird, ist noch offen. Ryan sagte gegenüber der News Tribune dazu: „Das steht definitiv auf meinem Radar.“ Heisler sitzt derzeit gegen eine Kaution von 100.000 US-Dollar in Haft.

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