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Soziale Medien in Deutschland
Foto: iStock / Xavier Lorenzo
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Soziale Medien in Deutschland Mehrheit nutzt Angebote, insbesondere die queere Jugend

ms - 03.03.2026 - 14:00 Uhr
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Die Nutzung sozialer Medien in Deutschland hat in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen – und zwar in allen Altersgruppen. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Statistik und untermauert damit auch die Wichtigkeit der digitalen Angebote gerade mit Blick auf die derzeitigen Verbotsdebatten rund um Jugendliche, die vor allem und insbesondere queere junge Menschen negativ einschränken würden. 

Mehrheit nutzt soziale Medien

Im Jahr 2025 haben insgesamt 59 Prozent der Menschen in der Bunderepublik im Alter von 16 bis 74 Jahren soziale Medien für private Zwecke genutzt. Ein sehr deutlicher Anstieg zu 2021, vor vier Jahren lag der Anteil gerade einmal bei 47 Prozent, weniger als die Hälfte aller Bundesbürger. Deutsche agieren inzwischen mehrheitlich in den sozialen Medien, erstellen eigene Accounts und Beiträge und interagieren mit anderen Nutzer. 

Das Bundesamt hält dabei weiter fest: „Für die Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren gilt: Je jünger die Menschen sind, desto eher nutzen sie aktiv soziale Medien.“ Am höchsten war der Anteil im Jahr 2025 so wenig überraschend bei den 16- bis 24-Jährigen, hier verwenden inzwischen mit 85 Prozent von ihnen soziale Medien. Diese Gruppe definiert sich auch zu 22 Prozent als LGBTIQ+. Bei den 25- bis 34-Jährigen betrug der Anteil 81 Prozent, bei den 35- bis 44-Jährigen noch 72 Prozent. „Mit zunehmendem Alter geht die aktive Nutzung sozialer Medien weiter zurück; von den 65- bis 74-Jährigen war noch ein Viertel (25%) in den sozialen Medien aktiv“, so das Bundesamt weiter. 

Digitale Flaute im EU-Vergleich 

Fakt ist allerdings trotzdem: Die Nutzung sozialer Medien hat auch in allen Altersgruppen zugenommen, auch und insbesondere bei den ältesten Befragten. Klickten sich 2021 gerade einmal 15 Prozent der 65- bis 74-Jährigen auf entsprechende Plattformen, waren es vier Jahre später bereits 25 Prozent. Bei den 55- bis 64-Jährigen stieg der Anteil von 29 Prozent auf 42 Prozent. Aber auch bei den 16- bis 24-Jährigen mit einem bereits hohen Anteil gab es noch einen Zuwachs von 78 Prozent auf 85 Prozent. 

Allerdings: Im europäischen Vergleich bleibt Deutschland eher das Rücklicht: „Mit einem Anteil von 59 Prozent werden soziale Medien in Deutschland von so wenigen Menschen aktiv genutzt wie in kaum einem anderen Staat in der Europäischen Union“, so das Statistische Bundesamt. Nur in Italien nutzten mit einem Anteil von 56 Prozent noch weniger Menschen soziale Medien. Der EU-Durchschnitt indes liegt bei 67 Prozent. Innerhalb der EU am weitesten verbreitet ist die Nutzung sozialer Medien in Dänemark (90%), Zypern (87%) und Malta (82%).

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