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Pornhub-Sperre in Australien
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Pornhub-Sperre in Australien Altersverifikation führt zu Blockierung

ms - 10.03.2026 - 13:00 Uhr
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Pornhub, die weltweit größte Plattform für Erwachsenen-Videoinhalte, ist in Australien derzeit nur noch massiv eingeschränkt zugänglich. Die Muttergesellschaft von Pornhub, Aylo, hat den Zugang für australische Nutzer reduziert und teilweise ganz gesperrt, wobei nur nicht-explizite Inhalte weiterhin angezeigt werden. Die Maßnahme wurde jetzt im Vorfeld der Einführung neuer Altersverifikationsvorschriften ergriffen, die darauf abzielen, die Exposition von Kindern gegenüber schädlichen Inhalten zu verringern. Innerhalb der bisherigen Nutzer sowie auch in der queeren Community wächst der Frust darüber. 

Staat droht mit Geldstrafen

Laut einem Sprecher von Aylo wurde der Zugang zu Erwachsenenmaterial auf den Video-Sharing-Plattformen des Unternehmens „kurz vor der Frist am 9. März eingeschränkt“. Diese Regelung betrifft eine neue Phase der Altersverifikationspflichten, die von Australiens eSafety-Kommissar eingeführt wurde. Seit dieser Woche müssen Seiten, die pornografische oder andere altersbeschränkte Inhalte hosten, Systeme zur Altersverifikation einsetzen. Zu diesen Systemen gehören unter anderem Gesichtsalterschätzungen, digitale Identitätsverifikationen oder Fotoidentifikationen. Verstöße gegen diese Vorschriften könnten mit Strafen von bis zu 49,5 Millionen Dollar pro Vorfall belegt werden.

Kein sinnvoller Jugendschutz?

„Australien folgt einem ähnlichen Ansatz wie das Vereinigte Königreich, das laut unseren Beweisen minderjährige Nutzer nicht effektiv schützt und stattdessen Datenschutzprobleme sowie die Exposition gegenüber illegalen Inhalten auf nicht konformen Plattformen verschärft“, erklärte der Aylo-Sprecher weiter. Bereits im vergangenen Jahr hatte Pornhub den Zugang für Nutzer im Vereinigten Königreich aufgrund der Altersverifikationsanforderungen des britischen Online Safety Act eingeschränkt. Auch in 23 US-Bundesstaaten ist Pornhub aufgrund von Altersverifikationsgesetzen inzwischen blockiert.

Im Jahr 2024 führte Louisiana als erster US-Bundesstaat das Gesetz Act 440 ein, das eine staatliche ID verlangt, um Zugang zu Pornhub zu erhalten. Dieses Gesetz ermöglicht es, kommerzielle Anbieter von „material, das für Minderjährige schädlich ist“, mit hohen Geldstrafen zu belegen. Seitdem wurde das Gesetz in mehreren US-Bundesstaaten übernommen, wobei viele Staaten die beliebten Pornoseiten vollständig blockieren, anstatt nur eine Altersverifikation zu fordern. In Florida fanden Nutzer Wege, das Verbot zu umgehen, indem sie vermehrt virtuelle private Netzwerke (VPNs) einsetzten. Nach der Blockierung von Pornhub in dem Bundesstaat stieg die Nachfrage nach VPN-Diensten um mehr als 1.000 Prozent. In Australien fühlen sich viele Verbraucher jetzt vor den Kopf gestoßen, viel Frust gibt es online auch innerhalb queerer Communitys, die zudem nach wie vor auch das Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige scharf kritisieren.

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