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Belastung von trans* Eltern Neue Studie betont starken Einfluss der US-Politik

Von ms - 05.06.2026 - 10:30 Uhr
Belastung von trans* Eltern
Foto: iStock / Diamond Dogs
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Eine neue Untersuchung des Williams Institute an der UCLA School of Law kommt zu dem Ergebnis, dass viele trans* Eltern in den USA das gesellschaftliche und politische Umfeld als erheblichen Belastungsfaktor für ihre Familienplanung wahrnehmen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Mehr als die Hälfte (52%) der befragten trans* Eltern sieht das Anti-LGBTIQ+-Klima als Hindernis für eine weitere Familienplanung.
  • 33 Prozent wollen aufgrund der Wiederwahl von Donald Trump weniger Kinder bekommen.
  • 59 Prozent sorgen sich um die rechtliche Absicherung ihrer Elternrechte.
  • Viele Befragte berichten von Ängsten vor Diskriminierung oder Meldungen an Behörden im Alltag.

Große Unsicherheiten durch Trump 

In der aktuellen Befragung gaben 52 Prozent der trans* Eltern mit minderjährigen Kindern an, dass ein zunehmend feindliches Klima gegenüber LGBTIQ+-Personen ein Hindernis für eine weitere Elternschaft darstelle. Ein Drittel (33%) erklärte, aufgrund der Wiederwahl und der Präsidentschaft von Donald Trump weniger Kinder bekommen zu wollen. Zudem berichteten 55 Prozent, dass die Entscheidung des US Supreme Court aus dem Jahr 2022 zur Aufhebung von „Roe v. Wade“, dem Recht auf Abtreibung, sowie die daraus resultierende Unsicherheit bei reproduktiven und rechtlichen Fragen ihre Familienplanung beeinflusst habe.

Trotz hoher rechtlicher Absicherung im Familienverhältnis – 93 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Beziehungen zu ihren Kindern rechtlich anerkannt seien – äußerten 59 Prozent Sorgen hinsichtlich der Stabilität ihrer Elternrechte. Als Gründe wurden insbesondere fehlende bundesweite Schutzregelungen für LGBTIQ+-Eltern sowie politische Positionen der Trump-Regierung genannt. Auch im Alltag berichten viele der Befragten von Unsicherheiten. Rund 41 Prozent äußerten die Sorge, dass Schulen oder Kindertagesstätten, ebenso Nachbarn (ebenfalls 41%) oder medizinisches Personal (38%) sie aufgrund ihrer Geschlechtsidentität bei Kinderschutzbehörden melden könnten. 30 Prozent nannten zudem die Möglichkeit entsprechender Meldungen durch Familienangehörige.

Freunde und Familie sorgen sich 

„Ein trans* Elternteil zu sein bedeutet nicht nur, Kinder großzuziehen, sondern auch, die eigene Identität innerhalb der Gemeinschaft zu verhandeln, die Anerkennung des eigenen Elternstatus zu sichern und sich als Familie sicher zu fühlen“, sagte die Hauptautorin der Studie, Abbie E. Goldberg, Affiliated Scholar am Williams Institute und Professorin für Psychologie an der Clark University. „All dies geschieht vor dem Hintergrund eines zunehmend feindseligen gesellschafts- und sozialpolitischen Klimas.“

Auch das persönliche Umfeld spielt laut Studie eine Rolle: 89 Prozent der Befragten gaben an, dass Freunde Sorgen um ihre Sicherheit geäußert hätten, 82 Prozent berichteten dies von Familienmitgliedern. Dabei ging es vor allem um Befürchtungen von Belästigung im öffentlichen Raum, Gewalt, Hasskriminalität oder Diskriminierung im Gesundheitswesen. Zudem hätten 33 Prozent der Freunde und 38 Prozent der Familienangehörigen konkrete Sorgen über die Sicherheit der Befragten beim Elternsein oder in der Öffentlichkeit mit Kindern geäußert.

Mobilität wird eingeschränkt 

Um sich zu schützen, gaben viele Befragte an, ihre Mobilität einzuschränken und bestimmte Orte zu meiden, darunter öffentliche Toiletten, Behörden, soziale Einrichtungen sowie Anbieter geschlechtsangleichender medizinischer Versorgung und gynäkologische Praxen. „Was in dieser Studie besonders deutlich wurde, ist, wie sehr trans* Eltern ihre Kinder lieben und wie hart sie daran arbeiten, ihre Familien zu schützen und zu unterstützen“, sagte Studienautor Brad Sears. „Da die LGBTIQ+-Politik auf Bundesebene zunehmend restriktiver wird, ist es entscheidend, dass soziale Dienstleister, staatliche Stellen und politische Entscheidungsträger auf Bundesstaaten- und Kommunalebene trans* Eltern unterstützen, indem sie Zugang zu inklusiven Angeboten der Familienplanung sowie stärkeren Schutz der Elternrechte sicherstellen.“

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