Direkt zum Inhalt
Pilotprojekt gegen Hass
ANZEIGE

Pilotprojekt gegen Hass Kann KI helfen, homophobe Online-Hetze besser zu bekämpfen?

ms - 13.02.2025 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Die stetig ansteigenden Fälle von Hass und Hetze im Internet sind nicht nur in Deutschland ein großes Problem für die queere Community, sondern auch in Österreich. Ein neues Pilotprojekt der LGBTIQ+-Organisation HOSI in Salzburg könnte da jetzt vielleicht Abhilfe schaffen: Eine KI soll sich den digitalen Anfeindungen annehmen. 

Die passende Antwort gegen Hetze

Die Kernidee dabei: Künftig soll eine Künstliche Intelligenz Hasskommentare erkennen und automatisch gegensteuern beziehungsweise diese beantworten. Für diesen Zweck wurde eine eigene Homepage erstellt und ein sogenanntes Large Language Model (LLM) trainiert. 

Im ersten Test zeigt sich so, dass die KI gezielt auf die Art und Weise, wie die Kommentare geschrieben wurden, reagieren kann – die Ausdrucksweisen sind vielfältig, so ein Sprecher der HOSI: „Von sachlich korrekt bis literarisch, von Rap bis Falco über Money Boy oder von Mareike Fallwickl bis Thomas Bernhard.“ Betroffene, die von Hass-Postings online attackiert sind, können so wortgewandt mittels der KI die besten Antwortoptionen binnen Sekunden bekommen.  

Eine Idee auch für Deutschland

Aktuell befindet sich das Projekt für jeden zum Ausprobieren noch in der Testphase, soll aber dann zeitnah bei den Social-Media-Kanälen der HOSI Salzburg zum Einsatz kommen. „Wir werden das Werkzeug auch anderen Interessenvertretungen von LGBTIQA*-Personen in Österreich und Deutschland zur Verfügung stellen“, so Felice von der Organisation zur weiteren Vorgehensweise.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Schwule Cowboys im Rampenlicht

Cowboys als Social-Media-Hit

Seit dem Nationalen Cowboy-Tag am Wochenende rücken schwule Cowboys online wieder in den Fokus – und ein altes Klischee erhält neue Aufmerksamkeit.
Sexpositive Städte weltweit

Vancouver holt deutlich auf

Die sexpositivste Stadt weltweit bleibt auch 2026 Amsterdam, doch Vancouver auf Platz 2 holt stark auf. Die erste deutsche Stadt: Köln auf Platz 4.
Kirchen im LGBTIQ+-Check

Zwischen Akzeptanz und Ablehnung

Eine neue US-Rangliste zeigt: Während einige Kirchen LGBTIQ+-Menschen vollständig gleichstellen, halten andere an einer strikten Ablehnung fest.
Australiens Volkszählung

Erstmals wird LGBTIQ+ mitgedacht

Australiens neue Volkszählung 2026 erfasst erstmals LGBTIQ+-Daten. Aktivisten sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Sichtbarkeit.
Lehrer kämpfen für Schutz

Ohio verschärft LGBTIQ+-Regeln

Eine Lehrerin hat in Ohio eine Kampagne angestoßen und schult Pädagogen zu LGBTIQ+-feindlichen Gesetzen gegen Schüler.
Burnhams Kabinett im Fokus

Zwischen Gleichheit und Streit

Das neue britische Labour-Kabinett unter Andy Burnham steht wegen seiner Positionen zu LGBTIQ+-Rechten derzeit verstärkt im Fokus.
HIV-Hilfe unter Druck

US-Kürzungen mit massiven Folgen

Eine neue Studie sieht massive Folgen von US-Hilfskürzungen für HIV-Programme, über 1.700 Einrichtungen weltweit mussten bereits schließen.
World Pride in Amsterdam

Königlicher Auftakt für Vielfalt

Mit Besuch von Königin Máxima ist der World Pride in Amsterdam gestartet. Veranstalter und Politik warnen vor wachsendem Druck auf LGBTIQ+-Rechte.
Ermittlung gegen Bürgermeister

Streit um beleidigende E-Mails

Nach dem Streit um die Rettung des gestrandeten Buckelwals "Timmy" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Timmendorfer Strands schwulen Bürgermeister.