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Mehr HIV-Politik in Europa Appell an EU-Kommission und EU-Parlament

Von ms - 11.05.2026 - 13:00 Uhr
Mehr HIV-Politik in Europa
Foto: Fash Medien KI
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Ein Bündnis mehrerer Nichtregierungsorganisationen (NGO) fordert die Europäische Union jetzt zu einer deutlichen Verstärkung ihrer HIV-Politik auf. Nach Einschätzung der Initiativen reicht der bisherige Kurs nicht aus, um die Epidemie als öffentliche Gesundheitsgefahr zu beenden. Die Aussagen stammen aus einer gemeinsamen Erklärung der Koalition für eine europäische HIV-Antwort (Coalition for a European HIV Response). Darin wird betont, dass Europa dringend gegensteuern müsse.

Das Wichtigste im Überblick

  • Europäische NGOs fordern eine stärkere und langfristig gesicherte HIV-Politik der EU
  • Schwerpunkt soll auf communitygeführter Prävention und Finanzierung liegen
  • Aktuelle Daten zeigen: Europa verfehlt zentrale Ziele zur Eindämmung von HIV
  • Koalition aus 16 Organisationen richtet Appell an EU-Kommission und Parlament
  • Gefordert wird ein neuer Aktionsplan sowie mehr internationale Verantwortung der EU

Forderung nach neuer Strategie 

Die Koalition, der 16 Organisationen angehören, fordert unter anderem einen neuen Aktionsplan der EU zu HIV sowie anderen übertragbaren Krankheiten. Außerdem soll die Finanzierung communitygeführter Präventionsarbeit langfristig gesichert werden. Zu den beteiligten Organisationen zählen unter anderem die International AIDS Society, oder auch die European AIDS Clinical Society. Die Initiativen fordern zudem eine stärkere Rolle der EU bei der weltweiten Bekämpfung von HIV. Die Organisationen richten sich mit ihrer Forderung direkt an die EU-Kommission und das Europäische Parlament. Gefordert wird eine kontinuierliche und planbare Finanzierung von Präventionsprogrammen sowie ein erneuertes politisches Engagement.

Negative Entwicklung in Europa 

In der Erklärung mit dem Titel „Europe’s Unfinished Epidemics: Sustaining Community-Led HIV Response in Times of Crisis“ wird zudem darauf hingewiesen, dass Europa die eigenen Ziele zur Eindämmung von HIV nicht erreicht. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (European Centre for Disease Prevention and Control) haben sich mehrere zentrale Kennzahlen verschlechtert oder entwickeln sich nicht im angestrebten Tempo. So ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen in der WHO-Region Europa seit 2010 gestiegen, statt wie vorgesehen deutlich zu sinken. Auch die Zahl der HIV-bedingten Todesfälle nahm im selben Zeitraum zu. Zudem wird das internationale Ziel, die Viruslast bei den meisten Betroffenen erfolgreich zu unterdrücken, weiterhin verfehlt.

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