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FIFA bekräftigt Sperre
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FIFA bekräftigt Sperre Nach homophober Anfeindung für sechs Spiele gesperrt

ms - 11.05.2026 - 10:00 Uhr
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Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Sperre gegen Gianluca Prestianni auf internationale Wettbewerbe ausgeweitet und bekräftigt: Der 20-jährige Offensivspieler von Benfica Lissabon darf bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada bei den ersten beiden Spielen im Juni nicht antreten, sollte er als Team der argentinischen Nationalmannschaft benannt werden. Damit gilt die vom europäischen Fußballverband UEFA verhängte Sanktion nun auch für die anstehende WM. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Fifa hat die Sperre gegen Benfica-Profi Gianluca Prestianni weltweit ausgeweitet.
  • Der Argentinier darf bei den ersten zwei WM-Spielen nicht antreten.
  • Hintergrund ist eine homophobe Beleidigung gegen Vinícius Júnior.
  • Die UEFA hatte Prestianni bereits für sechs Spiele gesperrt.
  • Künftig kann auch das Verdecken des Mundes bei Beleidigungen mit Rot bestraft werden.

Vorfall im Champions-League-Spiel 

Die UEFA hatte den 20-Jährigen bereits vor zwei Wochen wegen „diskriminierenden Verhaltens“ für insgesamt sechs Spiele gesperrt. Drei Partien davon wurden zur Bewährung ausgesetzt. Auslöser der Sperre war ein Zwischenfall im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid Mitte Februar. Dort war Prestianni mit Vinícius Júnior aneinandergeraten.

Dabei soll der Argentinier eine homophobe Beleidigung verwendet haben. Während der verbalen Auseinandersetzung verdeckte Prestianni seinen Mund mit dem Trikot. Zunächst hatte der Spieler im Verdacht gestanden, Vinícius Júnior rassistisch beleidigt zu haben. Dies bestritt er jedoch. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP konnte die UEFA eine rassistische Äußerung nicht nachweisen. Später räumte Prestianni ein, ein homophobes Schimpfwort benutzt zu haben.

FIFA folgt Antrag der UEFA

Die Fifa entsprach nun einer Bitte der UEFA, die Sperre weltweit anzuwenden. „Die Fifa-Disziplinarkommission hat entschieden, die von der UEFA verhängte Sperre über sechs Spiele weltweit anzuwenden“, teilte der Verband mit. Ob Prestianni von Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni tatsächlich für die Weltmeisterschaft nominiert wird, ist derzeit offen. Für die Nationalmannschaft absolvierte der Flügelspieler bislang lediglich ein Testspiel im November. Sollte Prestianni nicht am Turnier teilnehmen, würde die verbleibende Sperre in einem UEFA-Wettbewerb der kommenden Saison verbüßt werden.

Die argentinische Fußballnationalmannschaft startet am 17. Juni in Kansas City gegen Algerien in die Weltmeisterschaft. Fünf Tage später folgt das Gruppenspiel gegen Österreich in Arlington. Komplettiert wird die Gruppe durch Jordanien. Als Konsequenz aus dem Vorfall wurde zudem eine Regeländerung beschlossen. Das International Football Association Board verabschiedete in der vergangenen Woche einen Vorschlag der FIFA, wonach das Verdecken des Mundes bei Beleidigungen künftig mit einem Platzverweis geahndet werden kann.

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