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PreP kostenfrei für alle John F. Kennedys Enkel fordert ein Umdenken in der US-Gesundheit

Von ms - 11.05.2026 - 11:30 Uhr
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Foto: IMAGO / TheNews2
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Der demokratische Kongresskandidat Jack Schlossberg hat einen umfassenden Vorschlag zur kostenlosen Bereitstellung von HIV-Präventionsmedikamenten vorgelegt. Zugleich wirft er seinem Cousin, dem US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., vor, bestehende Programme zur HIV-Prävention zu schwächen. Sein Vorstoß sorgt derzeit landesweit für Schlagzeilen und setzt die US-Regierung weiter unter Druck. Queere Verbände begrüßen den Schritt. 

Das Wichtigste im Überblick

  • US-Demokrat Jack Schlossberg fordert eine kostenlose HIV-Prävention für alle Versicherten in den USA.
  • Er legte einen Plan vor, der PrEP- und PEP-Medikamente ohne Eigenkosten zugänglich machen soll.
  • Gleichzeitig kritisiert er die Gesundheitspolitik seines Cousins und US-Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr.
  • Hintergrund sind geplante Kürzungen und Umstrukturierungen in der US-HIV-Politik.
  • Schlossberg tritt als Demokrat bei einer Kongressvorwahl in New York an.

Kostenlose HIV-Prävention 

Schlossberg, Enkel des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, bewirbt sich um einen Sitz im US-Repräsentantenhaus für New York. Am gestrigen Sonntag stellte er seinen Plan unter dem Titel „No Pay PrEP & PEP Plan“ vor. Der Vorschlag sieht vor, dass alle zugelassenen Medikamente zur HIV-Prävention vollständig ohne Eigenbeteiligung erhältlich sein sollen. Dazu gehören weder Zuzahlungen noch Selbstbehalte oder zusätzliche Genehmigungen durch Versicherungen.

Für Menschen ohne ausreichenden Versicherungsschutz ist zudem ein bundesweites Gutscheinprogramm vorgesehen. Darüber hinaus soll ein dauerhafter staatlicher Fonds eingerichtet werden, um HIV-Präventionsprogramme langfristig abzusichern. „PrEP ist kein Luxusmedikament“, sagte Schlossberg. Es sei ein nahezu komplett sicheres Mittel zur Verhinderung einer HIV-Infektion. Prävention dürfe deshalb nicht vom Geldbeutel abhängen.

Kritik an Kürzungen im Gesundheitsbereich

Schlossberg kritisierte außerdem die aktuelle Gesundheitspolitik der US-Regierung deutlich. Unter der Führung seines Cousins, des US-Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., seien Mittel für HIV-Programme gekürzt und bestehende Strukturen umgebaut worden. In Budgetplanungen der Regierung sind unter anderem geringere Ausgaben für HIV-Forschung vorgesehen. Auch Fachverbände warnen vor möglichen Auswirkungen auf Präventions- und Versorgungsprogramme. Die US-Regierung verweist hingegen auf eine wissenschaftlich begründete Ausrichtung ihrer Gesundheitspolitik und verteidigt die vorgenommenen Änderungen.

Der Kongresskandidat gehört zu den schärfsten Kritikern seines Cousins im Regierungskabinett von Präsident Donald Trump. Er wirft ihm vor, den Kampf gegen HIV und AIDS zu schwächen und Fortschritte der vergangenen Jahre zurückzudrehen. Schlossberg sieht die Einschnitte im Gesundheitsbereich zudem als Teil einer breiteren Entwicklung, die insbesondere LGBTIQ+-orientierte Programme betreffe. Schlossberg tritt in einer stark umkämpften demokratischen Vorwahl im 12. Wahlbezirk von New York an. In dem Rennen konkurriert er mit mehreren weiteren Bewerbern um die Nominierung seiner Partei. Er betonte, sein Engagement für HIV-Prävention sei auch durch persönliche und akademische Erfahrungen geprägt worden.

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