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Anfeindungen gegen Jannik Sinner
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Hass gegen Jannik Sinner Homophobe Aufkleber in Rom verteilt

ms - 11.05.2026 - 12:00 Uhr
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Kurz vor dem Start der Internazionali BNL d’Italia ist der italienische Tennisprofi Jannik Sinner (24) Ziel einer homophoben Angriffswelle geworden. In der Umgebung des Foro Italico sowie nahe dem Olympiastadion in Rom wurden zahlreiche beleidigende Aufkleber entdeckt. Die Sticker enthielten herabwürdigende homofeindliche Parolen, die sich direkt gegen den derzeit führenden Spieler der ATP-Weltrangliste richteten.

Das Wichtigste im Überblick

  • In Rom sind homofeindliche Aufkleber gegen Tennisprofi Jannik Sinner aufgetaucht.
  • Die Sticker wurden nahe dem Foro Italico und dem Olympiastadion entdeckt.
  • Der Vorfall wurde öffentlich gemacht und in sozialen Netzwerken verbreitet
  • Hintergründe könnten in einer Fußball-Terminverschiebung in Rom liegen, sind aber nicht bestätigt.
  • Offizielle Reaktionen von Turnierveranstaltern oder dem Spieler gibt es bislang nicht.

Veröffentlichung durch Journalisten

Der Vorfall wurde zunächst durch den italienischen Journalisten Andrea Prandi öffentlich gemacht. Er veröffentlichte Fotos der Aufkleber in sozialen Netzwerken und machte den Inhalt damit bekannt. Die Bilder zeigten neben den beleidigenden Aussagen auch Symbole sowie eine Signatur. Sinner wurde dabei unter anderem abwertend als "Schwuchtel" und "kaputtes schwules Arschloch" beschimpft. Die Veröffentlichung führte online zu zahlreichen Reaktionen und Kritik an dem Vorfall.

In sozialen Netzwerken wurde auch über mögliche Hintergründe spekuliert – möglicherweise ließen Fans ihren Frust so freien Lauf, nachdem aus organisatorischen Gründen ein Serie-A-Spiel im Fußball aufgrund einer Terminüberschneidung in Rom verschoben werden müsste. Ein weiteres auffälliges Detail war die Verwendung eines Symbols im Zusammenhang mit einem Fußballverein aus Rom. Eine Verbindung zu organisierten Fangruppen gilt nach bisherigen Erkenntnissen jedoch als nicht gesichert.

Keine offizielle Reaktion bisher

Weder die Organisatoren des Turniers noch Sinner selbst haben sich bislang öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Der Fall reiht sich in eine Reihe von Diskussionen über diskriminierende Sprache im Sport ein. Besonders im Umfeld großer Sportveranstaltungen wird immer wieder auf problematische Formen von Fanverhalten hingewiesen. Sinner selbst ist nach bisherigen Statements heterosexuell und war zuletzt mit einer russischen Kollegin zusammen. Geschadet haben Sinner die homophoben Attacken bisher nicht, beim ATP-Masters in Rom gewann der Weltranglistenerste gegen den Österreicher Sebastian Ofner mit 6:3, 6:4 und unterstrich zwei Wochen vor Beginn der French Open in Paris seine Ausnahmeform. 

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