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Massenverhaftung in China
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Massenverhaftung in China Mindestens 30 junge Schriftsteller wurden inhaftiert, weil sie schwule Romane veröffentlicht haben

ms - 02.07.2025 - 11:00 Uhr
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In China wurden rund 30 Schriftsteller festgenommen, weil sie Bücher mit schwuler Männererotik geschrieben und publiziert haben. Während in anderen Teilen im asiatischen Raum homosexuelle Geschichten und Comics sehr beliebt sind, gilt in China eine strikte Zensur von allen LGBTIQ+-Themen. 

Haftstrafen von zehn Jahren

Bekannt ist aktuell, dass „mindestens 30 Personen“ festgenommen wurden, wie die zuständigen Behörden in China inzwischen bestätigten, darunter auch junge Frauen sowie junge Studenten, allesamt im Alter von Anfang 20. Die Autoren und Autorinnen wurden im Rahmen der chinesischen Pornografie-Gesetze wegen „Herstellung und Vertrieb von obszönem Material“ angeklagt. Bei einer möglichen Verurteilung drohen ihnen Gefängnisstrafen von mehr als zehn Jahren. 

Sollten sie mit ihrer Kunst Geld eingenommen haben, können die Strafen noch höher ausfallen. Die Behörden in den Provinzen Anhui und Gansu betonten dabei bereits jetzt, dass die jungen Schriftsteller „obszönes Material mit Gewinnabsicht“ hergestellt und verbreitet hätten, so die BBC. Konkret handelt es sich bei den Publikationen um erotische Schwulenromane, die unter dem Namen „Danmei“ bekannt sind, frei übersetzt bedeutet das so viel wie „Schwelgen in der Schönheit“ oder auch „Sehnsucht nach Schönheit“. In den Werken geht es durchwegs um romantische Beziehungen zwischen Männern, zur hauptsächlichen Leserschaft gehören sowohl ungeoutete, schwule Teenager und Männer wie auch Frauen. Es ist vergleichbar mit dem japanischen Genre Boys' Love. Veröffentlicht wurden die Romane auf der Plattform Haitang Literature City, die ihren Stammsitz im Inselstaat Taiwan hat. 

Radikale Säuberung von homosexuellen Inhalten

China geht damit einmal mehr rabiat gegen Homosexuelle im Land vor, in den letzten Jahren kam es bereits mehrfach zu Verhaftungen von chinesischen Autoren, die schwule Romane veröffentlicht hatten. Für internationale Schlagzeilen sorgte 2018 der Fall „Tianyi“ – der Autor war zu fast elf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er unter dem Titel „Occupy“ Texte mit expliziten schwulen Sexszenen veröffentlicht hatte. Kurz darauf im Jahr 2021 veröffentlichte die Staatsführung dann ihren Masterplan zur „Säuberung“ aller Internetinhalte, die mit LGBTIQ+ in Verbindung stehen. China zensiert seitdem verstärkt vor allem Veröffentlichungen mit schwulem Kontext und dass, obwohl Homosexualität im Land offiziell legal ist.   

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