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Manchester Pride findet 2026 statt
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Manchester Pride findet statt Nach Missmanagement-Skandal packen jetzt alle gemeinsam an

ms - 02.02.2026 - 13:00 Uhr
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Nach einer einjährigen Zäsur kehrt der Manchester Pride im Sommer 2026 zurück. Eine neu gegründete, gemeinnützige Organisation aus dem Umfeld der LGBTIQ+-Community übernimmt die Verantwortung für das traditionsreiche Event, nachdem der frühere Veranstalter im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet hatte. Ihm wird massives Missmanagement vorgeworfen, zuletzt war die Rede von rund 1,5 Millionen Euro offener Rechnungen

Community übernimmt das Management

Die Organisation Manchester Village Pride CIC (MVP) wurde eigens von lokalen LGBTIQ+-Unternehmen und Community-Vertretern ins Leben gerufen. Sie wird den Pride künftig ausrichten, nachdem Manchester Pride Events Ltd seine Tätigkeit eingestellt hatte. Geplant ist eine viertägige Veranstaltung vom 28. bis 31. August. Die Organisatoren bestätigten die Rückkehr zentraler Programmpunkte wie der Parade, der Feierlichkeiten im Village sowie der Gedenkveranstaltung.

Unterstützung erhält das Projekt vom Stadtrat Manchester, von Marketing Manchester, Cityco, der Gewerkschaft Equity sowie von LGBTIQ+-Wohlfahrtsverbänden und Community-Gruppen. Neben den Veranstaltungen im Village ist ein erweitertes Rahmenprogramm mit Kultur-, Kunst- und Nachtleben-Angeboten vorgesehen.

Zur Anschubfinanzierung stellte MVP nach eigenen Angaben 120.000 Pfund in Form von Darlehen aus dem Kreis lokaler Betriebe im Village sicher. Dies werde als Vertrauensbeweis der queeren Wirtschaft gewertet, um den Pride dauerhaft gemeinschaftlich zu verankern. Der Vorstand besteht aus ehrenamtlich tätigen, unbezahlten Mitgliedern. Überschüsse sollen vollständig an LGBTIQ+-Wohltätigkeitsorganisationen, Basisinitiativen und Community-Angebote zurückfließen.

Der Pride gehört allen 

Zudem plant die Organisation die Einrichtung eines Community Advisory Boards, das über ein offenes Bewerbungsverfahren besetzt werden soll. Der Stadtrat will begleitend Gespräche mit LGBTIQ+-Organisationen führen.

Carl Austin-Behan, Gründungsmitglied des Vorstands und Sprecher von Manchester Village Pride CIC, sagte: „Manchester Village Pride ist aufgebaut auf einem einfachen Glauben. Pride hat ein Zuhause – und dieses Zuhause ist das Village – aber der Pride gehört allen.“ Weiter erklärte er: „Das ist eine wirklich aufregende Zeit für unsere Community. Wir haben die Chance, neu anzufangen. 2026 ist ein Jahr des Wiederaufbaus, des Wiederherstellens von Vertrauen, der Rückbesinnung auf die Ursprünge von Pride und der Stärkung der Rolle des Village als Herz der Feier.“

Ab 2027 solle der Pride zudem stärker in die gesamte Stadt getragen werden. Austin-Behan betonte weiter: „Pride zurück ins Village zu bringen, ist mehr als eine Frage des Ortes. Es ist ein Bekenntnis zu Verantwortung: Künstler fair zu bezahlen, Community-Gruppen zu finanzieren, Wohltätigkeitsorganisationen zu unterstützen, LGBTIQ+-Geschichte zu schützen – und eine nachhaltige Zukunft für Pride in Manchester aufzubauen.“

Pride in den Händen der Community

Der stellvertretende Vorsitzende des Stadtrats, Garry Bridges, erklärte dazu: „Pride ist für Manchester von entscheidender Bedeutung – als Symbol unserer offenen und inklusiven Stadt, als Möglichkeit, unsere LGBTIQ+-Communitys zu feiern und auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen, die weiterhin bestehen.“

Der Stadtrat habe stets klargemacht, dass der Pride in diesem Jahr stattfinden müsse. Manchester Village Pride habe ein tragfähiges Konzept vorgelegt. „Wer könnte Pride in unserer Stadt besser organisieren als diejenigen, die das ganze Jahr über mit unseren LGBTIQ+-Communitys arbeiten?“, so Bridges. Auch die LGBT Foundation begrüßte den neuen Ansatz. Geschäftsführerin Rachel Bottomley sagte, der stärkere Fokus auf Beteiligung und Transparenz biete die Chance, LGBTIQ+-Menschen in Greater Manchester besser zu unterstützen und sichtbar zu machen. Die Gewerkschaft Equity bestätigte zudem, eine Vereinbarung mit MVP zum Schutz der auftretenden Künstler abzuschließen.

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