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Laute Proteste in New York Parkverwaltung entfernte Regenbogenfahne bei Stonewall Gedenkstätte

Von ms - 11.02.2026 - 10:00 Uhr
Proteste in New York
Foto: IMAGO / ZUMA Press
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LGBTIQ+-Menschen in den USA sind extrem wütend, mehr denn je: Die US-amerikanische Parkverwaltung hat am Montag die Pride-Flagge vom Stonewall National Monument in New York City entfernt, eine der wichtigsten Gedenkstätten der US-Community und Geburtsstunde der Gay-Bewegung in den USA sowie der ersten CSDs und Prides. Für die homosexuellen und queeren Demonstranten vor Ort in diesen Tagen ist klar: Dies stellt eine weitere Maßnahme der Trump-Administration dar, die darauf abzielt, die Anerkennung von LGBTIQ+-Personen an diesem historisch wichtigen Ort zu reduzieren.

Richtlinie des US-Innenministeriums

Das Stonewall National Monument ehrt das Stonewall Inn, die berühmte Schwulen-Bar in Manhattan, in der 1969 der Aufstand stattfand, der weithin als Wendepunkt in der modernen Gay-Rechtsbewegung gilt. Im Jahr 2016 erklärte Präsident Barack Obama den benachbarten Christopher Park zum Nationalmonument. Seitdem war die Pride-Flagge regelmäßig an dem Ort gehisst worden.

Ein Sprecher des National Park Service erklärte, dass die Entfernung der Flagge auf eine neue Richtlinie des Innenministeriums zurückgehe, die besagt, dass „nur die US-Flagge und andere vom Kongress oder den Ministerien autorisierte Flaggen an Flaggenmasten des National Park Service gehisst werden dürfen, mit wenigen Ausnahmen“. Der Sprecher fügte hinzu, dass Änderungen an den Flaggenaufstellungen vorgenommen wurden, um mit dieser Richtlinie übereinzustimmen. „Das Stonewall National Monument bewahrt und interpretiert weiterhin die historische Bedeutung des Ortes durch Ausstellungen und Programme“, so der Sprecher weiter.

Bürgermeister kritisiert Aktion 

Die Entscheidung, die Pride-Flagge zu entfernen, stieß in New York auf scharfe Kritik. Bürgermeister Zohran Mamdani verurteilte den Schritt und kündigte an, die LGBTIQ+-Gemeinschaft in der Stadt zu verteidigen. „Ich bin empört über die Entfernung der Regenbogen-Pride-Flagge vom Stonewall National Monument. New York ist der Geburtsort der modernen LGBTIQ+-Rechtsbewegung, und kein Akt der Auslöschung wird diese Geschichte je ändern oder zum Schweigen bringen“, sagte Mamdani in einer Stellungnahme auf den sozialen Medien.

„Unsere Stadt hat die Pflicht, dieses Erbe nicht nur zu ehren, sondern es auch zu leben“, fügte er hinzu. „Ich werde immer für ein New York City kämpfen, das in unsere LGBTIQ+-Gemeinschaft investiert, ihre Würde verteidigt und jeden unserer Nachbarn schützt – ohne Ausnahme.“

„Zutiefst empörende Haltung“

Der Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, bezeichnete die Entfernung der Flagge als „eine zutiefst empörende Handlung, die sofort rückgängig gemacht werden muss“. Und weiter: „Stonewall ist ein Wahrzeichen, weil es der Geburtsort der modernen LGBTIQ+-Rechtsbewegung ist, und Symbole dieses Erbes gehören dorthin, sowohl aus historischer als auch aus prinzipieller Sicht“, erklärte Schumer in einer Stellungnahme. „New Yorker haben Grund zur Empörung, aber wenn es eines gibt, was ich über diesen jüngsten Versuch weiß, die Geschichte umzuschreiben, Spaltung und Diskriminierung zu schüren und unseren Gemeinschaftsstolz auszulöschen, dann das: Diese Flagge wird zurückkehren. New Yorker werden dafür sorgen.“

Auch der New Yorker Staatssenator Erik Bottcher, dessen Bezirk den Park umfasst, äußerte sich kritisch. „Stonewall ist der Ort, an dem unsere Gemeinschaft zurückschlug und forderte, gesehen zu werden. Man kann diesen Ort nicht vom Symbol trennen, das daraus gewachsen ist“, sagte Bottcher.

Die Entfernung der Flagge ist die jüngste Maßnahme der Trump-Administration, die darauf abzielt, Teile der Geschichte des Stonewall National Monuments zu zensieren. Im vergangenen Jahr, nach einer Exekutivverordnung von Präsident Trump, wurden bereits Bezüge zu queeren und trans* Personen von der Webseite des Denkmals entfernt. Die Seite, die früher „LGBTQ+“ erwähnte, wurde geändert, um nur noch von lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen zu sprechen.

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