Direkt zum Inhalt
Protest von Peter Tatchell

Protest von Peter Tatchell Scharfe Kritik an LGBTIQ+-Agenda von Chick-fil-A

ms - 05.03.2026 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Der LGBTIQ+-Aktivist Peter Tatchell hat heute Vormittag gegen die Eröffnung des ersten Chick-fil-A-Restaurants in London protestiert. Aktivistinnen und Aktivisten der Peter Tatchell Foundation rufen zu einem Boykott des Unternehmens auf, da dieses in der Vergangenheit Organisationen unterstützt hat, die sich gegen die Rechte von LGBTIQ+-Menschen einsetzen.

Unternehmen ignorierte Tatchell

Beim Protest heute Vormittag vor der neuen Filiale in Kingston upon Thames betonte Tatchell, dies sei eine Reaktion auf die Weigerung des Unternehmens, Garantien zu geben, dass es in Zukunft keine homophoben Gruppen mehr unterstützen werde. „Wir konnten keine Zusicherungen erreichen, dass Chick-fil-A in Zukunft keine homophoben Organisationen unterstützen wird, die gegen die Menschenrechte von LGBTIQ+ kämpfen. Jeder Brief und jede Anfrage für ein Treffen wurde ignoriert.“

Tatchell und die Aktivistinnen und Aktivisten der Foundation fordern von Chick-fil-A, die Unterstützung von Gruppen zu beenden, die unter anderem gegen gleichgeschlechtliche Ehen und gesetzliche Schutzrechte für LGBTIQ+ sowie für Konversionstherapien kämpfen. Zu den genannten Organisationen gehören unter anderem die Fellowship of Christian Athletes, Focus on the Family und die National Christian Charitable Foundation. „Diese Organisationen haben gegen das US-Eherechtsgesetz gekämpft und fördern weiterhin diskriminierende, homophobe Gesetze und Politiken“, so Tatchell.

Forderung nach klarem Statement 

Die Fast-Food-Kette Chick-fil-A, die ihre erste Filiale in London eröffnet, hat bereits in der Vergangenheit Widerstand erfahren, als sie versuchte, in Großbritannien Fuß zu fassen. Ein Testrestaurant im The Oracle Shopping Centre wurde 2019 nach Protesten von LGBTIQ+-Aktivisten wieder geschlossen. „Chick-fil-A’s Finanzierung von Bigotterie steht im Widerspruch zu den britischen Werten“, sagte Tatchell. „Für ein Unternehmen, das seine Gewinne nutzt, um Vorurteile zu fördern, sollte es keinen Platz im Vereinigten Königreich geben.“ Tatchell forderte das Unternehmen auf, sich öffentlich zu verpflichten, keine finanziellen Mittel mehr an diskriminierende Gruppen zu zahlen. „Bis wir diese Zusage haben, sollten Konsumenten Chick-fil-A boykottieren“, so Tatchell.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Ausschluss bei Miss America

Trans* Frauen sind nicht erwünscht

Die Veranstalter der Miss America-Wahl haben nun ihre Richtlinien geändert und erklärt, dass trans* Frauen nicht am Wettbewerb teilnehmen dürfen.
Krise im Senegal

Homophobie und HIV

Das schärfere Anti-Homosexuellen-Gesetz sowie eine Welle von Gewalt befeuern im Senegal jetzt auch eine Krise bei der Versorgung von Menschen mit HIV.
Verfassungsänderung in Litauen

Homosexuelle Ehe und Familie

Die Regierung in Litauen will die Ehe und die Familie so in der Verfassung verankern, dass Homosexuelle und Regenbogenfamilien ausgeschlossen sind.
Rauswurf aus US-Militär

Erste trans* Soldaten betroffen

Offenbar ist das US-Militär trotz laufender Gerichtsverfahren dabei, erste trans* Soldaten nach einem Dekret des US-Präsidenten zu entlassen.
Eklat um Coachella Festival

Spenden an Anti-LGBTIQ+-Gruppen

Die Veranstalter des eigentlich queer-positiven Coachella Festivals in den USA spendeten Hunderttausende Dollar teilweise an Anti-LGBTIQ+-Verbände.
Kirche von Wales

Segnung homosexueller Paare

Die Kirche von Wales wird dauerhaft Segnungen von homosexuellen Paaren durchführen. Ein deutliches Statement gegen die Kirche von England.
Rechte Gewalt in Brandenburg

Verstärkter Einsatz der Polizei

Rechte Hetze und Gewalt hat in Brandenburg 2025 zugenommen, die Täter hatten es dabei verstärkt auf homosexuelle Männer abgesehen.
Ex-Rugbystar Gareth Thomas

Kampagne gegen Drogenkonsum

Der schwule britische Ex-Rugby-Nationalspieler Gareth Thomas will mit einer neuen Kampagne vor Chemsex und Drogen in der Community warnen.
Charlie Kirk Act in Tennessee

Neues Gesetz nach Mordfall

Im US-Bundesstaat Tennessee könnte bald der Charlie Kirk Act in Kraft treten; das Gesetz verbietet Protest gegen Anti-LGBTIQ+-Redner an Schulen.