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Landesweite Debatte in den USA NY: Rückkehr der Pride-Flagge an Stonewall-Denkmal gefordert

Von mr - 13.02.2026 - 18:30 Uhr
NY: Rückkehr der Pride-Flagge an Stonewall-Denkmal gefordert
Foto: © iStock /MDoculus
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Die Forderung nach der Rückkehr der Pride-Flagge am Stonewall-Nationalmonument in New York hat eine landesweite Debatte über historische Sichtbarkeit und politische Einflussnahme entfacht. Nachdem die National Park Service auf Anweisung der Trump-Administration die Regenbogenflagge entfernt hatte, verlangen prominente Lokal- und Bundespolitikerinnen wie Zohran Mamdani und Chuck Schumer deren sofortige Wiederanbringung. Für viele ist die Flagge mehr als ein farbenfrohes Symbol: Sie steht für den fortdauernden Kampf einer Gemeinschaft um Anerkennung und Rechte.

 

Stonewall-Flagge als Zeichen der Resilienz

Die New Yorker Stadtregierung und führende Aktivistinnen sehen in der Entfernung der Flagge einen gezielten Akt der Auslöschung queerer Geschichte. Ein offizielles Schreiben des Stadtrates an Bundesbehörden bezeichnet den Schritt als Angriff auf die kollektive Erinnerung – gerade an einem Ort, an dem 1969 der Widerstand gegen staatliche Repression den weltweiten LGBTIQ+-Aktivismus entzündete. Für die Befürworterinnen und Befürworter der Flagge am Christopher Park ist das Symbol untrennbar mit den Ereignissen von Stonewall verbunden.

 

Reaktionen und Proteste aus Politik und Gesellschaft

Die Maßnahme der Bundesbehörden trifft auf breite Ablehnung. Bürgermeister Zohran Mamdani spricht von einem „klaren Versuch, Geschichte unsichtbar zu machen.“ Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, forderte eine umgehende Rücknahme der Entscheidung. Auch Bundesabgeordnete wie Mark Takano betonen, dass die Entfernung der Flagge Teil einer umfassenden Strategie der Trump-Regierung sei, queere Sichtbarkeit systematisch zu beschneiden. Angesichts dessen finden sich täglich hunderte Menschen im Greenwich Village zu Mahnwachen und Protesten zusammen.

 

Symbolpolitik mit Folgen

Die Behörden verteidigen den Entschluss mit Verweis auf interne Richtlinien: Nur US-Flagge und offiziell genehmigte Fahnen dürften auf Bundesgrund wehen. Für queere Organisationen wie GLAAD und Human Rights Campaign jedoch ist dies ein Vorwand, um die öffentliche Präsenz marginalisierter Gruppen geringer zu halten. Die Entfernung der Flagge reiht sich ein in eine Serie von Änderungen, bei denen unter anderem bereits die Begriffe trans* und queer von offiziellen Webseiten des Denkmals getilgt wurden. Dieses restriktive Vorgehen steht im Kontext einer präsidialen Direktive, die jüngst eine „patriotischere“ Erinnerungskultur anmahnte.

 

Wie geht es weiter?

New Yorks Gesellschaft demonstriert eindrucksvoll, wie stark das Bedürfnis nach Sichtbarkeit geblieben ist: Neben dem Stonewall Inn, auf Privatgrund, bleibt die Flagge gehisst. Die anhaltenden Proteste und die Mobilisierung namhafter Politikerinnen erhöhen den Druck auf die Bundesbehörden. Unüberhörbar bleibt dabei die Frage: Wer entscheidet, wessen Geschichte im öffentlichen Raum erzählt – und wer wird aus ihr gestrichen?

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