Komplettausfall von Ogles Republikaner streiten über Äußerung zu Homosexualität
Mit einer sehr umstrittenen Äußerung über Homosexualität hat der republikanische Kongressabgeordnete Andy Ogles eine Welle der Kritik ausgelöst. In einem inzwischen gelöschten Beitrag auf der Plattform X schrieb der Politiker aus Tennessee: „Homosexualität hat keinen Platz in Amerika. Schönen Monat der Kernfamilie.“
Das Wichtigste im Überblick
- Der republikanische Abgeordnete Andy Ogles erklärte: „Homosexualität hat keinen Platz in Amerika!“
- Mehrere Politiker aus den eigenen Reihen kritisieren die Aussage scharf
- Auch Senator Ted Cruz distanziert sich von der Äußerung
- Ogles löscht den Beitrag später wieder
- Der Abgeordnete ist seit Jahren für LGBTIQ+-feindliche Positionen bekannt
Wahnsinnig und idiotisch
Nachdem mehrere republikanische Politiker die Aussage als „idiotisch“ und „wahnsinnig“ bezeichnet hatten, entfernte Ogles den Beitrag noch am selben Tag. Bereits in der Vergangenheit hatte er erklärt, dass auch „Muslime keinen Platz in Amerika“ hätten. Zu den Kritikern gehörte unter anderem der republikanische Abgeordnete Mike Lawler aus New York. Er schrieb auf X: „Homosexualität existiert. In Amerika. Tatsächlich hast Du, Andy, Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, Kollegen und Wähler, die schwul oder lesbisch sind. Das macht sie weder zu Menschen zweiter Klasse noch weniger würdig, Amerikaner zu sein. Was für eine absolut idiotische Aussage.“
Auch der schwule frühere republikanische Kongressabgeordnete George Santos meldete sich zu Wort. Er erklärte: „So sehr ich die Kernfamilie unterstütze und sie für grundlegend für das Leben halte – ich hätte nie gedacht, dass jemand, den ich als Freund betrachte, sagen würde, dass für mich in diesem Land kein Platz sei, nur wegen der Person, die ich liebe. Ich habe niemals jemandem meinen Lebensstil aufgezwungen und stets für konservative Prinzipien gestimmt und geworben. Aber ich habe die gleichen Bürgerrechte wie jeder andere Mensch in diesem Land, und dieser wahnsinnige Kommentar macht mich traurig.“
Selbst der republikanische Senator Ted Cruz aus Texas, der in der Vergangenheit wiederholt mit LGBTIQ+-feindlichen Positionen aufgefallen war, distanzierte sich von Ogles' Aussage: „Während der gesamten aufgezeichneten Menschheitsgeschichte hat es homosexuelle Menschen gegeben, und ich muss sagen, dass ich in dieser Frage ziemlich libertär eingestellt bin. Ich denke, das Verhalten einvernehmlicher Erwachsener ist deren eigene Angelegenheit.“
Lange Geschichte von Hass-Aussagen
Der inzwischen gelöschte Beitrag reiht sich in eine Serie ähnlicher Äußerungen von Ogles ein. Öffentlich zugängliche Informationen zu HIV sowie transspezifischen Gesundheitsthemen bezeichnete er in der Vergangenheit als „ein schwerwiegendes moralisches Übel“. Die jüngste Halbzeitshow des Super Bowls nannte er „schwule Pornografie“ und behauptete, sie verherrliche „Sodomie“. Zudem sprach er sich für die Aufhebung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aus. Bereits im Jahr 2023 nutzte Ogles den Pride Month, um zwei Gesetzesinitiativen gegen LGBTIQ+-Themen einzubringen. Der demokratische Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, bezeichnete Ogles als „bösartigen Clown und pathologischen Lügner“.
Bereits zu Beginn seiner politischen Laufbahn war Ogles wegen falscher Angaben über seine berufliche Vergangenheit in die Kritik geraten. So soll er unter anderem behauptet haben, Wirtschaftsexperte und Strafverfolgungsbeamter mit Schwerpunkt internationaler Kinderhandel gewesen zu sein. Bei einer Kongressanhörung erklärte er außerdem einmal, der Klimawandel existiere nicht, weil er mit seinen Kindern bei Temperaturen von minus zwei Grad Celsius Halloween gefeiert habe.