Direkt zum Inhalt
Auch in New York gehen Menschen gegen den Krieg auf die Strasse // xMariexLexBlex
ANZEIGE

Homophobe Amerikaner stehen zu Putin Hillary Clinton: „Das ist gefährlich und naiv!“

ms - 28.02.2022 - 12:13 Uhr
Loading audio player...

Es klingt wie ein schlechter Witz, doch während die ganze zivilisierte Welt mit Schrecken in diesen Tagen in die Ukraine blickt und sich fragt, wie weit der kleine Mann im Kreml geht, der von einem großrussischen Reich träumt, unterstützen diverse Republikaner in Amerika die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

In erster Linie scheinen ihnen dabei die Stärke des Russen zu gefallen sowie seine klare Ablehnung zur LGBTI*-Community.

Zu diesem Schluss kommt die ehemalige Präsidentenkandidatin der Demokraten und Ex-First-Lady Hillary Clinton. Vorausgegangen waren mehrere Aussagen von Republikanern, die wohlwollend über Putin als „starken Führer“ gesprochen hatten. Rechtsgerichtete US-Medien machten zeitgleich Trans-Rechte, Pride-Flaggen und "Wokeness" für Russlands brutalen Einmarsch in der Ukraine verantwortlich.

So ätzte beispielsweise der Journalist Matt Walsh von The Daily Wire:

"Meine große Befürchtung ist, dass unser Militär nicht genug Diversity-Training hatte, um unsere Soldaten auf diesen Moment vorzubereiten. Haben wir genug Lesben rekrutiert? Sind unsere Streitkräfte ausreichend transidentisch? Haben sie sich mit ihrem weißen Privileg auseinandergesetzt? Wissen sie genug über systemischen Rassismus? Das sind die Fragen, die uns alle quälen."

Andere Kommentatoren von Fox News wiederum machten die Errungenschaften der LGBTI*-Community für die russische Invasion verantwortlich – demnach hätten jene queeren Rechte die USA „schwach“ gemacht, so auch Moderatorin Lisa Boothe auf Twitter:

„Amerika ist schwach. Niemand hat Angst vor uns, wenn der Demenzkranke im Weißen Haus sitzt und wir uns darauf konzentrieren, in der ganzen Welt die Pride-Flaggen zu hissen.“

Auch Ex-Präsident Donald Trump fand verständnisvolle Worte für Putin und seine völkerrechtswidrige Invasion der Ukraine. Noch kurz vor dem Einmarsch der Russen in die Ukraine nannte Trump das Vorgehen „clever und genial“ und fügte inzwischen nach Ausbruch des Krieges hinzu:

"Ich glaube wirklich nicht, dass er das ursprünglich tun wollte. Ich glaube, er wollte nur etwas klarstellen und darüber verhandeln. Es wurde einfach immer schlimmer."

Die ehemalige US-Außenministerin unter Ex-Präsident Barack Obama, Hillary Clinton, nahm nun eindeutig gegenüber MSNBC Stellung zu den Vorwürfen, die LGBTI*-Community hätte den Krieg in der Ukraine begünstigt:

"Diese Leute sind auf eine gefährliche Weise naiv. Sie glauben, weil Putin sich als starker Führer präsentiert und bestimmte Werte vertritt, die schwulenfeindlich, freiheitsfeindlich und demokratiefeindlich sind, dass dies irgendwie mit den Ansichten der Mitglieder der Republikanischen Partei übereinstimmt - sie könnten sich nicht mehr irren. Das ist herzzerreißend, aber auch gefährlich, und ich denke, es ist an der Zeit, dass der Rest der Republikanischen Partei, der noch gesunden Menschenverstand besitzt, nicht nur sagt: 'OK, wir helfen, die Ukraine gegen Putin zu verteidigen', sondern sich klar und eindeutig gegen jene Personen in der Politik und in der Regierung, in den Medien und anderswo in unserem eigenen Land stellen, die einem Feind von Freiheit und Demokratie buchstäblich Hilfe und Trost spenden.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sonne ohne Grenzen

Nackt-Traumstrände weltweit

Ob Sylt, Mykonos oder Rio: Diese 29 FKK-Strände gelten 2026 als die beliebtesten Reiseziele für schwule Urlauber.
Homoerotik bei Pete Hegseth

Verteidigungsminister als Pin-up

Die US-Abgeordnete Becca Balint kritisiert Pete Hegseths Testosteron-Initiative und unterstellt ihm eine besondere Homoerotik a la Tom of Finland.
Halbzeitshow beim WM-Finale

Treffen der Mega-Stars im Stadion

Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien bekommt erstmals eine Halbzeitshow – mit Weltstars und einer voraussichtlich verlängerten Pause.
„Heartstopper“ sagt Good Bye

Finaler Film ist ab heute online

Mit einem finalen Abschlussfilm endet ab heute „Heartstopper“ – die Hauptdarsteller sprechen über queere Sichtbarkeit, Freundschaft und Vermächtnis.
Angriff auf LGBTIQ+-Bar

Homophobe Attacke in Saint-Étienne

Nach einem homophoben Angriff auf Besucher einer LGBTIQ+-Bar im französischen Saint-Étienne ermittelt die Justiz gegen zwei Verdächtige.
Schüsse auf Schwulen-Bar

Mann feuert in Ashville um sich

In North Carolina feuerte ein Mann mit einer Schusswaffe auf eine Schwulen-Bar in Asheville. Die Polizei konnte den Attentäter stoppen.
Urteil im Fall O'Shae Sibley

20 Jahre Haft für Haupttäter

Nach dem tödlichen Messerangriff auf den schwulen Tänzer O'Shae Sibley ist der Täter jetzt zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Neues Signal aus Bulgarien

EU-Recht stärkt trans* Rechte

Ein bulgarisches Gericht hat zwei trans* Personen die rechtliche Geschlechtsänderung erlaubt und sich dabei auf EU-Recht berufen.