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Großbritannien stärkt LGBTIQ+ Stärkung von Gleichstellung queerer Menschen weltweit

Von ms - 22.05.2026 - 13:00 Uhr
Großbritannien stärkt LGBTIQ+
Foto: IMAGO / ZUMA Press
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Großbritannien will die Rechte von LGBTIQ+-Menschen weltweit stärker fördern und stellt dafür 21 Millionen Pfund bereit. Das kündigte die britische Regierung beim jetzt an. Gleichzeitig wurde bekanntgegeben, dass London 2027 Gastgeber der europäischen IDAHOBIT-Konferenz sein wird.

Das Wichtigste im Überblick

  • Großbritannien stellt 21 Millionen Pfund für weltweite LGBTIQ+-Projekte bereit
  • London wird 2027 Gastgeber des europäischen IDAHOBIT-Forums
  • Die Mittel sollen über drei Jahre verteilt werden
  • Ziel sind mehr Schutz, Gleichstellung und Unterstützung lokaler Initiativen
  • Elton John und David Furnish begrüßen die Entscheidung
  • Die Regierung Starmer steht innenpolitisch zunehmend unter Druck

Menschenrechte fördern

Das Forum bringt jährlich Regierungen, Aktivisten, politische Entscheidungsträger sowie Vertreter der Zivilgesellschaft aus ganz Europa zusammen. Großbritannien beteiligt sich nach eigenen Angaben seit der Gründung der Veranstaltung im Jahr 2013 kontinuierlich daran. Die britische Regierung erklärte, die neuen Mittel sollten gemeinsam mit diplomatischen Maßnahmen eingesetzt werden, um menschenrechtskonforme gesetzliche Rahmenbedingungen zu fördern und lokale LGBTIQ+-Bewegungen weltweit zu stärken. Ziel sei es, queere und homosexuelle Menschen ein sicheres und diskriminierungsfreies Leben zu ermöglichen.

Der britische Minister für multilaterale Angelegenheiten und Menschenrechte im Außenministerium, Chris Elmore, sagte: „Diese Investition bekräftigt das Engagement des Vereinigten Königreichs für den Schutz der Menschenrechte und Freiheiten aller Menschen, einschließlich LGBTIQ+-Personen. Wir werden weiterhin partnerschaftlich zusammenarbeiten – unter Nutzung unseres diplomatischen Einflusses und unserer Entwicklungsexpertise –, um sicherzustellen, dass alle Menschen überall auf der Welt ohne Angst vor Gewalt, Verfolgung oder Diskriminierung leben können.“

Weltweite Hilfe für LGBTIQ+

Lord Collins, Sprecher der Regierung von Premierminister Keir Starmer für Gleichstellungspolitik, erklärte: „Mit meiner Teilnahme am diesjährigen Forum in Kopenhagen begrüße ich die wachsende Dynamik zugunsten der LGBTIQ+-Gleichstellung. Großbritannien ist stolz darauf, diese Entwicklung mit einem neuen Finanzierungspaket weiter voranzutreiben, um Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft zu unterstützen und die LGBTIQ+-Gleichstellung weltweit zu fördern.“

Weiter sagte Collins: „Die Ausrichtung des europäischen IDAHOBIT-Forums im kommenden Jahr ist eine große Chance für Großbritannien. Sie wird Fachwissen, persönliche Erfahrungen und Führungsstärke aus ganz Europa zusammenbringen, um umfassende Maßnahmen voranzutreiben. Dies unterstreicht unser internationales Engagement für LGBTIQ+-Gleichstellung. Wir freuen uns darauf, unsere internationalen Partner im kommenden Jahr in London willkommen zu heißen.“

Die angekündigten Mittel sollen zwischen 2026 und 2029 ausgezahlt werden. Nach Regierungsangaben stammen 19,5 Millionen Pfund aus öffentlichen Entwicklungshilfegeldern, weitere 1,5 Millionen Pfund aus anderen staatlichen Mitteln.

Kritische Regierungsphase

Die Ankündigung erfolgt in einer politisch angespannten Phase für die Regierung Starmer. Nach deutlichen Stimmenverlusten bei den jüngsten Wahlen zugunsten des rechtspopulistischen Politikers Nigel Farage steht die Labour-Regierung zunehmend unter Druck. Zuletzt hatte die Regierung angekündigt, Anti-LGBTIQ+-Hasskriminalität künftig als „erschwerendes Delikt“ einzustufen. Zudem wurden eine halbe Millionen Pfund für spezialisierte Hilfsangebote gegen häusliche Gewalt an queere Personen bereitgestellt. Darüber hinaus versprach die Regierung erneut ein Verbot sogenannter Konversionstherapien. Zuvor hatte es Kritik an Kürzungen bei Programmen gegen HIV/Aids gegeben. 

Lob von Elton John

Musiker Elton John und Ehemann David Furnish begrüßten die Entscheidung der britischen Regierung. In einer gemeinsamen Erklärung sagten sie: „Zu einer Zeit, in der LGBTIQ+-Gemeinschaften weltweit zunehmender Feindseligkeit ausgesetzt sind und viele internationale Entwicklungsprogramme gekürzt werden, sendet die Entscheidung der britischen Regierung, die Finanzierung für LGBTIQ+-Rechte weltweit zu schützen, ein wichtiges und ermutigendes Signal.“

Weiter erklärten sie: „Die heutige Ankündigung erkennt an, dass der Schutz von LGBTIQ+-Menschen vor Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung entscheidend für globale Gesundheit, Menschenrechte und menschliche Würde ist.“ Abschließend hieß es: „Großbritannien hat in einem Moment internationale Führungsstärke gezeigt, in dem sie dringend benötigt wird. Wenn Regierungen Menschenrechte und Würde verteidigen, tragen sie dazu bei, eine sicherere und gesündere Zukunft für alle zu schaffen – und bringen uns dem endgültigen Ende von Aids näher.“

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