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Dating ohne Wischen
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Dating ohne Wischen Kritik an neuer App-Strategie bei Bumble

ms - 22.05.2026 - 12:00 Uhr
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Seit Jahren gehört das Swipen nach rechts oder links zum Standard vieler Dating-Apps. Nun kündigt die Plattform Bumble eine grundlegende Veränderung ihres Konzepts an. Das Unternehmen will sich langfristig von der bekannten Swipe-Funktion verabschieden und stattdessen verstärkt auf künstliche Intelligenz setzen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Bumble plant, die klassische Swipe-Funktion schrittweise abzuschaffen.
  • Stattdessen soll künftig der KI-Assistent „Bee“ passende Kontakte vorschlagen.
  • Die Umstellung soll bis Ende 2026 große Teile der Nutzerbasis erreichen.
  • Viele Nutzer reagieren kritisch auf die Pläne des Unternehmens.
  • Auch Datenschutzbedenken rund um die KI-Funktion werden laut.

KI-Funktionen bei Bumble

Bekannt wurde Bumble unter anderem dadurch, dass bei heterosexuellen Matches ausschließlich Frauen den ersten Schritt machen können. Seit 2023 bietet das Unternehmen in Deutschland zudem eine separate App für platonische Freundschaften an. Auch dort basiert die Nutzung bislang auf dem bekannten Wischprinzip. Die App wird auch in der queeren Community gerne genutzt. 

Wie unter anderem „Forbes“ berichtet, plant Bumble jedoch nun einen umfangreichen Umbau seines Geschäftsmodells. Neben Stellenabbau investiere das Unternehmen verstärkt in KI-basierte Funktionen. Bereits im Herbst 2025 sei eine erste Beta-Version gestartet. Bis Ende 2026 soll die Swipe-Funktion laut „Aim Media House“ bei einem Großteil der mehr als 40 Millionen Nutzerinnen und Nutzer durch den KI-Assistenten „Bee“ ersetzt werden.

Bumble beschreibt „Bee“ als persönlichen Dating-Assistenten. Die KI soll Nutzerinnen und Nutzer zu ihren Interessen, Werten und Beziehungsvorstellungen befragen und auf dieser Grundlage passende Kontakte vorschlagen. Aktuell könne die Testversion noch verlassen werden, um zur klassischen Swipe-Ansicht zurückzukehren. Langfristig soll das Wischen jedoch verschwinden. Bumble-Gründerin Whitney Wolfe Herd sagte in der Axios Show: „Wir werden dem Swipe ‚Goodbye‘ wünschen und ein Feature begrüßen, das in meinen Augen revolutionär ist.“

Viel Kritik am neuen Konzept 

In sozialen Netzwerken stößt die angekündigte Veränderung allerdings auf deutliche Kritik. Unter anderem auf Tiktok äußern Nutzerinnen und Nutzer Skepsis gegenüber der neuen KI-Funktion. „Ich möchte nicht, dass eine KI für mich einen Mann aussucht. Nein danke“, schrieb ein schwuler Nutzer. Andere bringen die Neuausrichtung mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens in Verbindung. Laut „Business Insider“ habe die Bumble-Aktie in den vergangenen Jahren rund 92 Prozent ihres Wertes verloren. „Ihr könnt eure Aktie auch mit KI nicht retten“, kommentierte ein Nutzer.

Bumble reagierte inzwischen auf die Kritik und erklärte auf Instagram, dass die künstliche Intelligenz vor allem unterstützend im Hintergrund arbeiten solle. Menschliche Verbindungen stünden weiterhin im Mittelpunkt der Plattform. Dennoch kündigten einige Nutzer in den Kommentaren an, die App bei Einführung der Funktion löschen zu wollen.

Zusätzlich sorgen sich Kritiker um den Datenschutz. Die Content-Creatorin „Cybersecurity Girl“ warnte davor, dass Nutzerinnen und Nutzer durch die KI-Funktion sensible persönliche Daten preisgeben könnten. Bereits in der Vergangenheit stand Bumble wegen des Umgangs mit Nutzerdaten in der Kritik. Laut Eff.org wurde dem Unternehmen vorgeworfen, Daten ohne Zustimmung an Dritte weiterzugeben. Besonders für queere Menschen oder Betroffene häuslicher Gewalt könne das problematische Folgen haben.

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