Direkt zum Inhalt
Gerichtsfall Mike Jeffries

Gerichtsfall Mike Jeffries Der Ex-Abercrombie-Chef muss sich vorerst nicht vor Gericht verantworten

ms - 06.05.2025 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Bereits Ende letzten Jahres zeichnete sich ab, dass das Anwaltsteam um den ehemaligen Chef der Mode-Marke Abercrombie & Fitch, Mike Jeffries (80), den anstehenden Prozess immer weiter hinauszögern will. Zusammen mit seinem Partner Matthew Smith (61) soll er mindestens einhundert junge Männer und Models ausgenutzt und auch teilweise sexuell misshandelt und zur Prostitution genötigt haben. Im Oktober 2024 wurde Jeffries deswegen verhaftet, erste Anschuldigungen gab es bereits 2023. Aufgrund seiner Alzheimer-Erkrankung sei der 80-Jährige derzeit nun allerdings nicht verhandlungsfähig, so der jüngste Beschluss der New Yorker Richterin Nusrat Choudhury.

Kein Prozess aus Krankheitsgründen?

Ob der Prozess damit überhaupt jemals fortgesetzt werden wird, ist aktuell fraglich. Jeffries Anwalt Brian Bieber hatte erklärt, dass sich die Krankheit „mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ weiter verschlimmern werde. Richterin Choudhury ordnete an, dass in den nächsten vier Monaten in einer Klinik festgestellt werden soll, ob Jeffries jemals wieder verhandlungsfähig werden wird. Bleibt die Schwere der Erkrankung bestehen, wird es keinen Prozess geben, die Staatsanwaltschaft kann ihn diesem Fall nur Hausarrest anordnen.

Massive Vorwürfe über viele Jahre 

Jeffries und sein Partner Smith sowie ihr Mittelsmann James Jacobson sollen ein internationales Sexhandels- und Prostitutionsgeschäft betrieben haben, wobei sie Dutzende von Männern zur Teilnahme an Sex-Events gezwungen haben sollen. Immer wieder sollen sie junge Models auch selbst aktiv zum Sex genötigt und missbraucht haben. Die Anklageschrift konzentrierte sich dabei auf Vergehen, die zwischen den Jahren 2008 und 2015 stattgefunden haben sollen, laut dem Staatsanwaltschaft Breon Peace sei es sehr wahrscheinlich, dass es bereits seit 1992 immer wieder zu Misshandlungen gekommen ist. Viele der mutmaßlichen Opfer waren junge Männer, die hofften, Abercrombie-Models zu werden. Jeffries´ Anwälte bestreiten alle Vorwürfe. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Unvereinbarkeit von Positionen

Rechtspopulistische Strategie

Der Christopher Street Day (CSD) in Erkrath, Nordrhein-Westfalen, hat den Antrag der AfD auf einen eigenen Infostand abgelehnt.
WM-Kuss wird Symbol

Liebesbekundung in Mexiko

Ein spontaner Kuss bei einer WM-Fanfeier in Mexiko-Stadt geht viral und wird für viele zum Symbol für LGBTIQ+-Sichtbarkeit im Fußball.
Nasty Pig-Gründer Lauterstein

Kampf gegen Altersdiskriminierung

Nasty-Pig-Mitgründer David Lauterstein ruft ältere schwule Männer dazu auf, selbstbewusst aufzutreten und ihre Lebenserfahrung als Vorteil zu nutzen.
Bottoming Fever

Grippesymptome nach Analsex

Nach intensivem Analverkehr können bei manchen Menschen grippeähnliche Beschwerden auftreten. Die Forschungen zum „Bottoming Fever“ laufen.
Social Media-Verbote

Klare Absage der Expertenkommission

Die Expertenkommission der Regierung hat sich gegen pauschale Social Media-Verbote ausgesprochen. Ministerin Prien kann sich dies trotzdem vorstellen.
Neue Straftatbestände gelten

Besonders Studierende betroffen

Queere Studierende in Victoria sind auf Dating‑Apps gezielt unter Druck gesetzt, körperlich attackiert und mit „Outing“-Erpressung bedroht worden.
Schule zahlt nach Coming-Out

Streit um Abschluss in Tennessee

Eine christliche Schule in Tennessee hat nach dem Ausschluss einer Schülerin wegen ihres Coming-Outs eine Entschädigung von 10.000 Dollar gezahlt.
Amoklauf in Montreal

Schießerei nahe Pornhub-Hauptsitz

Drei Menschen starben bei einem Amoklauf in Montreal nahe der Pornhub-Zentrale. Der Täter hatte es unter anderem auf Pornodarsteller abgesehen.
Prides in Europa unter Druck

Mehr Hass und weniger Geld

Prides in Europa erleben zunehmend mehr Hass bei zeitgleicher Reduzierung der Finanzen, so der neue EPOA-Bericht.