Direkt zum Inhalt
Fußball ohne Politik

Fußball ohne Politik Bayerns Ministerpräsident warnt DFB mit Blick auf Fußball-WM

ms - 18.03.2026 - 09:00 Uhr
Loading audio player...

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) dazu aufgerufen, sich bei der kommenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko aus weltpolitischen Debatten ganz herauszuhalten. Der CSU-Politiker zog dabei Parallelen zum umstrittenen Turnier in Katar und der umstrittenen Regenbogenbinde und äußerte deutliche Kritik an politischen Einmischungen während des letzten Weltcups.

Keine politischen Ratschläge mehr

„Mein Rat lautet: Möglichst wenig Politik. Wir haben es in Katar versucht, und es war nicht erfolgreich. Bitte nicht noch einmal", sagte Söder bei der Kinopremiere der WM-Dokumentation "Ein Sommer in Italien – WM 1990" in München gegenüber t-online. Söder, der bei dieser Gelegenheit auch den früheren Weltmeisterkapitän Lothar Matthäus traf, merkte zudem an, dass das Turnier in drei großen Ländern ausgetragen werde, was logistische Herausforderungen mit sich bringe. „Es gibt große Entfernungen, unterschiedliche Klimabedingungen – man kann sich fragen, ob es wirklich eine gute Idee war, die WM dorthin zu vergeben. Aber es ist entschieden“, so der bayerische Ministerpräsident.

Er betonte jedoch, dass er hoffe, die deutsche Mannschaft könne sich auf das Sportliche konzentrieren, ohne von politischen Diskussionen belastet zu werden. „Ich wünsche mir, dass die Spieler dieses Mal frei aufspielen können, ohne 1.000 politische Ratschläge aus Deutschland zu bekommen.“

Keinen Gegner unterschätzen 

Auch aus sportlicher Sicht äußerte Söder klare Erwartungen an die DFB-Elf. Besonders in Bezug auf die Mannschaftsaufstellung gab er Bundestrainer Julian Nagelsmann konkrete Ratschläge. „Meine Empfehlung ist, so viel FC Bayern wie möglich einzusetzen. Diese Spieler sind eingespielt und gehören zu den besten in Deutschland“, sagte Söder. „Deutschland war immer dann am stärksten, wenn Blöcke aus gleichen Vereinsmannschaften spielten.“ Was die Chancen auf den Titel angeht, zeigte sich Söder eher zurückhaltend. "Das wichtigste Ziel ist es, die Vorrunde zu überstehen. Das wäre schon ein großer Fortschritt im Vergleich zu den letzten Turnieren. Wenn wir die Vorrunde überstehen, kann alles passieren, aber wir sollten keine Gegner unterschätzen.“

Streit in Katar 

Der Streit um die Regenbogenbinde bei der WM 2022 in Katar sorgte für internationale Aufregung, als mehrere europäische Teams, darunter die deutsche Nationalmannschaft, die symbolische Binde tragen wollten, um ein Zeichen für LGBTIQ+-Rechte zu setzen. Die FIFA drohte jedoch mit Sanktionen, was dazu führte, dass die betreffenden Mannschaften ihre Pläne kurzfristig aufgaben. Auch das Tragen einer halbherzigen Ersatzbinde, der “One-Love“-Nationalbinde, wurde untersagt. Der Vorfall wurde als Zeichen für den Konflikt zwischen sportlichen Werten und den Menschenrechten in einem Land, das die Rechte von LGBTIQ+-Personen extrem stark einschränkt, wahrgenommen. Zudem führte die Debatte um die Regenbogenbinde zu einer Gegenreaktion in mehreren arabischen Ländern

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Oylmpionike bei OnlyFans

Teamwechsel wegen XXX-Content

Sein Bruder wurde wegen OnlyFans vom britischen Olympia-Team gesperrt, weswegen Kanute Klass Francisks Rozentals nun wegen OF zu Lettland wechselt.
Coming-Out ganz nebenbei

Outing im argentinischen Fußball

Coming-Out nebenbei: Ein Interview von 2025 outete jetzt den argentinischen Fußballprofi Ignacio Lago und präsentiert zugleich seinen festen Freund.
Neues Lustzentrum beim Mann?

Überraschende Forschungsergebnisse

Wissenschaftler aus Spanien haben nun überraschend nachgewiesen, wo genau tatsächlich die erogenste Zone beim Mann liegt.
Homosexualität in Malawi

Gründung queerer Organisation

Eine neue queere Organisation soll künftig mit UN-Hilfe dafür kämpfen, dass Homosexualität in Malawi straffrei wird.
Shigella-Infektion in England

Massive Zunahme unter Schwulen

Eine schwerwiegende Darminfektion mit Shigella-Bakterien bereitet sich aktuell durch schwulen Sex in der britischen Community aus.
Protest in Georgia

Aufstand gegen Hassgesetze

Widerstand im Orangen-Bundesstaat: In Georgia wurden jetzt alle Anti-LGBTIQ+-Gesetze der Trump-Regierung von 2026 gestoppt.
Anklage wegen Kindesmissbrauch

Anti-LGBTIQ+-Professor in Haft

Der bekannte Anti-LGBTIQ+-Autor und US-Universitätsprofessor John Kent Tarwater wurde jetzt wegen mehrfachen Kindesmissbrauch angeklagt.
Hinhaltetaktik in Uganda

Im Fokus Anti-Homosexuellen-Gesetz

Der Supreme Court in Uganda hat jetzt die eingeklagte Überprüfung des Anti-Homosexuellen-Gesetzes auf unbestimmte Zeit verschoben.