Direkt zum Inhalt
Regierung für Partnerschaftsgesetz
ANZEIGE

Fortschritt in Thailand Regierung engagiert sich für Partnerschaftsgesetz

co - 09.07.2020 - 11:47 Uhr
Loading audio player...

Die thailändische Regierung beschloss am Mittwoch ein Partnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare, das diesen nahezu dieselben Rechte garantieren soll wie verheirateten Paaren. Ein Unter-Ausschuss soll den Gesetzesentwurf nun entsprechend ausarbeiten, damit darüber abgestimmt werden kann. Beinhalten soll der Gesetzesentwurf laut der Bangkok Post eine Gleichstellung im Erb- und Eigentumsrecht sowie die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare. Günstigere Steuern und Sozialhilfe sollen allerdings verheirateten heterosexuellen Paaren vorbehalten bleiben. Bis zum 17. August kann die thailändische Bevölkerung noch Vorschläge für das kommende Gesetz unterbreiten.

Ratchada Dhnadirek, die Vize-Sprecherin der Regierung, erklärte: Das neue Partnerschaftsgesetz und die Ergänzungen in Zivil- und Handelsgesetzbuch seien fair für alle Menschen. Es seien wichtige Schritte auf dem Weg zur Gleichstellung in der thailändischen Gesellschaft. Das Gesetz gilt allerdings nur für Cis-Personen – denn in Thailand ist es nach wie vor nicht möglich, das eigene Geschlecht in offiziellen Dokumenten zu ändern. Zum Verpartnern müssen beide Parteien mindestens 17 Jahre alt sein. Ein Partner muss einen thailändischen Pass haben.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Attacken bei World Pride

Über 70 Angriffe gemeldet

Bei den Feierlichkeiten zur World Pride in Amsterdam kam es bereits am ersten Wochenende zu mehr als 70 LGBTIQ+-feindlichen Angriffen.
Trans-Verbot im Militär

Vorhaben scheitert im US-Kongress

Ein republikanischer Vorstoß zur dauerhaften Festschreibung von Trumps Trans-Verbot im US-Militär scheiterte jetzt im Repräsentantenhaus.
Grausamer Mord in Italien

Sportjournalist lebendig verbrannt

In Italien wurde der vermeintlich schwule Sportjournalist Luigi Esposito lebendig verbrannt. Der Täter nennt sexuelle Annährungen als Motiv.
Forderung nach Reform

Petition für Gleichstellung

Rund 120.000 Menschen fordern jetzt eine Reform des Abstammungsrechts, damit Kinder aus Regenbogenfamilien endlich rechtlich gleichgestellt werden.
Mehr Schutz beim CSD

Hamburg reagiert auf Anschlag

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD verschärft Hamburg die Sicherheitsvorkehrungen für die Pride-Demonstration am kommenden Wochenende.
Debatte nach dem Anschlag

Deutliche Kritik an der Justiz

Nach dem CSD-Anschlag fordern Politik und Experten Konsequenzen – von einer Grundgesetzänderung bis zur Aufarbeitung der Justizentscheidung.
Community unter Schock

LSVD+ fordert Konsequenzen

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner CSD fordert der LSVD+ mehr Schutz vor queerfeindlicher Gewalt und warnt vor Instrumentalisierung.
Details über CSD-Todesopfer

Polnische Mutter starb bei Amoklauf

Das Todesopfer des Terroranschlags auf den Berliner CSD stammt aus Polen. Die Tochter der 65-Jährigen überlebte verletzt, Polen ermittelt nun selbst.
Kritik von Stefan Evers

Streit um Reaktion auf Anschlag

Nach dem Terroranschlag am Berliner CSD entbrennt zwischen CDU, Linken, Grünen und SPD ein scharfer Streit über den Umgang mit Islamismus.