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Fortschritt in der Forschung Sind befruchtete Eizellen von beiden homosexuellen Partnern bald möglich?

Von ms - 01.10.2025 - 10:00 Uhr
Fortschritt in der Forschung
Foto: iStock / kutaytanir
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Erstmals ist es amerikanischen Forschern gelungen, menschliche Hautzellen in befruchtungsfähige Eizellen umzuwandeln. Dazu griff das Team aus Wissenschaftlern tief in die DNA des Menschen ein. Ziel sei es dabei, unfruchtbaren oder älteren Frauen zu ermöglichen, eigene Kinder zu bekommen. Für homosexuelle Paare würde das Verfahren ermöglichen, „ein Kind zu bekommen, das genetisch mit beiden Partnern verwandt ist“, so Mitautorin Paula Amato von der Oregon Health & Science University. 

Forschung in Asien 

Bis das Verfahren tatsächlich möglicherweise für Interessierte zur Verfügung steht, dürften aber nach Einschätzung der Experten noch einige Jahre vergehen. Die größte Hürde sei dabei laut Amato, „genetisch normale Eizellen mit der richtigen Anzahl und dem richtigen Satz an Chromosomen zu erhalten.“ Bisher wurde die sogenannte In-vitro-Gametogenese (IVG) nur bei Mäusen getestet. In Japan und China gelang es vor kurzem bei Labormäusen, dass zwei biologische Väter eigene, gesunde Nachkommen bekommen haben, die ihrerseits Kinder bekommen können. 

Embryonen mit Anomalien 

Die grundsätzliche Technik hinter dem Verfahren in den USA kam bereits beim Klonen des berühmt gewordenen Schafes Dolly zum Einsatz. Bei dem sogenannten „somatischen Zellkerntransfer“ wurde der Zellkern von Hautzellen entfernt und dieser anschließend in eine Spendereizelle eingesetzt. Damit das glücken kann, musste die Hälfte der Chromosomen der Hautzellen entfernt werden, denn Hautzellen (46) und Eizellen (23) haben unterschiedlich viele Chromosomen. 

Schlussendlich wurden 82 dieser Eizellen mit Sperma befruchtet, knapp neun Prozent der Embryonen entwickelte sich tatsächlich auch weiter, wiesen aber diverse Anomalien auf, sodass das Experiment frühzeitig beendet wurde. Andere Forscher wie die britische Reproduktionsmedizinerin Ying Cheong von der Universität Southampton lobten die Ergebnisse und sprachen von einem „hochinteressanten Durchbruch“. 

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