Direkt zum Inhalt

Erste Rede von Karin Prien Die neue Bundesfamilienministerin stellte ihr Programm für die nächsten Jahre vor - die Community kam darin nicht vor

Von ms - 16.05.2025 - 11:00 Uhr
Erste Rede von Bundesministerin Prien
Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
ANZEIGE
Loading audio player...

Karin Prien (CDU), die neue Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, erklärte gestern in ihrer ersten Rede vor dem Bundestag ihr politisches Programm für die kommenden Jahre. Sie wolle ganzheitlich denken und einen echten Aufbruch für die Bildung in Deutschland einleiten, „weil die Bildung von Anfang an entlang der Bildungsbiografie gedacht wird“. Zudem wolle sie ein „Ermöglichungsministerium“ umsetzen. Zum Thema LGBTIQ+ verlor Prien kein einziges Wort. 

Fragezeichen bei LGBTIQ+

Bisher ist unklar, ob und falls ja, wie das Amt eines Queer-Beauftragten in ihrem zuständigen Ministerium erhalten bleibt – und welchen Schwerpunkt LGBTIQ+ im Bundesministerium künftig überhaupt einnehmen wird. Nebst dem Einsatz gegen Hassverbrechen gegen LGBTIQ+ gerade auch im Schulbereich in Deutschland wäre ein weiteres Thema in ihrem Ressort eigentlich auch die mögliche Reform des Abstammungsgesetzes für lesbische Eltern.  

Prien betonte, sie wolle fördern, was uns verbindet. Man wolle dabei keinen Kontroversen und Debatten ausweichen und diskutieren „über gewisse Blasen“ hinweg. Sie stelle sich gegen Diskriminierung von allen Minderheiten. Man müsse gerade auch politisch zu einem „neuen Miteinander“ kommen. Konkreter wurde die neue Bundesministerin nicht.    

Kritik von AfD, Grüne und Linke 

Kritik kam von der Opposition. Die AfD erklärte, die Ministerin werde sämtliche politischen Fehler und Irrwege der Ampelkoalition weiterführen. Martin Reichardt betonte dabei explizit das Selbstbestimmungsgesetz, das die Ministerin evaluieren, aber nicht abschaffen will. „Irrsinn bleibt aber Irrsinn, egal wie lange er evaluiert wird“, so der AfD-Abgeordnete. 

Denise Loop von Bündnis 90 / Die Grünen erklärte, es sei wichtig, dass Prien die „richtigen Schwerpunkte“ setzen werde, an Geld mangele es nicht. Loop begrüßte es, dass laut Koalitionsvertrag an viele Ampel-Projekte angeschlossen werden solle. Einen Mangel indes sieht Loop bei der Gleichstellungspolitik. Maren Kaminski von der Linksfraktion kritisierte, dass es keine „mutige Wende zur Bildungsgerechtigkeit“ gebe. 

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Süddeutsche ZeitungHip-Hop aus München: Wie Rapperin Ebow das Lebensgefühl von Gastarbeiterkindern vertontFalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community einAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sexszenen bei Heated Rivalry

Dreharbeiten und Proben laufen

Die Vorbereitungen für „Heated Rivalry“ Staffel 2 laufen. Regisseur Jacob Tierney spricht über Sexszenen, Nacktheit und den Schutz seiner Stars.
Heiße Sportstars

Besondere Nominierungen

Bei Grindrs Jahreswahl „Unwrapped 2026“ konkurrieren Fußballstars, Tennisprofi Carlos Alcaraz und Olympiasiegerin Alysa Liu um besondere Titel.
„Black Doves“ kehrt zurück

Netflix setzt Spionagethriller fort

Ab 5. November läuft die zweite Staffel von „Black Doves“ auf Netflix. Ben Whishaw kehrt als schwuler Auftragskiller mit bewegter Vergangenheit zurück
Ehemann ist schwul: Frau klagt

50.000 Euro Schadensersatz?

Eine Italienerin fordert 50.000 Euro von ihrem schwulen Ex-Mann, weil ihr Kinderwunsch unerfüllt blieb. Das Gericht entscheidet nicht über die Klage.
Queere Jugend macht Politik

Mit 16 schon mitbestimmen

Die US-Initiative „Queer the Ballot“ zeigt LGBTIQ+-Jugendlichen, wie sie politische Entscheidungen beeinflussen können – auch ohne Wahlrecht.
Ein Vorbild nimmt Abschied

Basketballstar beendet Karriere

Der offen schwule Basketballprofi Isaac Humphries beendet mit 28 Jahren seine Karriere. Sein Coming-Out bezeichnet er als seinen stolzesten Moment.
Spendenboom bei Gallant

350.000 Dollar nach Enthüllung

Nach der Veröffentlichung alter BDSM-Fotos erhält der schwule US-Demokrat Chris Gallant mehr als 350.000 Dollar Spenden und übertrifft seinen Rivalen.
Russland fahndet nach Reporter

Schwuler Journalist auf der Flucht

Russland geht zunehmend gegen homosexuelle Journalisten vor. Der geflüchtete Vadim Vaganov berichtet über staatliche Verfolgung und Einschüchterung.
Hoffnung für Jugendliche

Unterstützung senkt Suizidrisiken

Eine US-Langzeitstudie zeigt: Trotz zunehmender Diskriminierung gehen Selbstverletzungen und Suizidversuche bei LGBTIQ+-Jugendlichen zurück.