Direkt zum Inhalt
Erfolgreiche EU-Petition
ANZEIGE

Erfolgreiche EU-Petition Die EU-Kommission muss sich mit einem Verbot von "Homo-Heilungen" in Europa befassen

ms - 19.05.2025 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Kurz vor Ende der Abstimmungszeit erreichte die Petition über ein Verbot von Konversionstherapien in der Europäischen Union jetzt ihr Ziel – insgesamt unterschrieben mehr als 1.043.000 Menschen das Vorhaben der Organisation ACT (Against Converion Therapy).  Mindestens eine Million Stimmen waren nötig, damit sich die EU-Kommission verpflichtend mit dem Thema befassen muss. 

EU-Verbot von homophoben Heilungsversuchen

Ziel ist es dabei, sogenannte „Homo-Heilungen“ und Praktiken, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung eines Menschen zu ändern, europaweit zu verbieten – bisher sind die menschenverachtenden Konversionstherapien nur in zehn europäischen Ländern illegal. Die Vereinten Nation hielten dabei schon vor Jahren fest, dass solche Angebote eindeutig als Folter zu deklarieren sind, auch wenn sie bis heute zumeist von christlichen Vereinen und Organisationen angeboten werden. 

Die Methoden reichen von Exorzismus und spirituellen Interventionen wie stundenlanges Beten über Eisbäder und Elektroschocktherapien bis hin zu hormoneller Kastration. In Deutschland greift das Verbot bei Minderjährigen. Trotzdem erlebt bis heute jeder dritte Homosexuelle in der Bundesrepublik noch immer diese gefährlichen Therapien. Europaweit erlebte nach Angaben der Europäischen Grundwerteagentur jeder vierte LGBTIQ+-Mensch Konversionstherapien

Kommission arbeitet an neuem Gesetz

Die Forderungen jetzt an die EU-Kommission: Sie soll sich für ein generelles Verbot von Konversionsmaßnahmen in der EU einsetzen. Außerdem sollten Betroffene auch juristisch als Opfer anerkannt werden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich grundsätzlich offen für ein Verbot, erste Ausarbeitungspläne einer neuen Richtlinie diesbezüglich laufen bereits seit September letzten Jahres. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Nazi-Post sorgt für Empörung

Republikaner unter Druck

Ein hochrangiger Mitarbeiter des republikanischen Wahlkampfteams von Mike Collins aus Georgia hat sich online offen als „twink fascist“ bezeichnet.
Schlappe für Donald Trump

Privatsphäre von Patienten bewahrt

Ein US Berufungsgericht lehnt den Antrag des Justizministeriums ab, medizinische Daten von trans* Jugendlichen aus New York einzusehen.
YouTube-Pionier bleibt aktiv

DaveyWavey erfindet sich neu

DaveyWavey prägte früh das schwule Internet und verbindet nunmehr seit 20 Jahren erotische Inhalte mit Humor, Körpervielfalt und sexueller Aufklärung.
Urlaub fällt aus

Kein Geld für freie Tage

Düstere Statistik: Mehr als 2,1 Millionen LGBTIQ+-Menschen in Deutschland haben inzwischen kein Geld mehr übrig für einen Urlaub.
Botswanas mutiger Lehrer

Historischer Sieg für Schwule

Ein schwuler Lehrer brachte Botswanas Anti-Homosexuellen-Gesetze zu Fall – doch trotz des historischen Erfolgs bleibt der Alltag mitunter schwierig.
Autopsie bei Adult-Darsteller

Ursache und Umstände unklar

Die US-Polizei untersucht den Tod von Gay-Porno-Star Christian Styles: Autopsie und Ermittlungen des erst mit 29 Jahren Verstorbenen.
Erster offen schwuler Premier

Hochzeit vorerst verschoben

Rob Jetten, niederländischer Premierminister, hat über seinen Wunsch gesprochen, gemeinsam mit seinem Partner Nicolás Keenan eine Familie zu gründen.
US-Bundesstaat Texas

Schutz für LGBTIQ+-Artists

Ein Richter hat in Texas ein Verbot von Drag-Shows, das von der republikanischen Parlamentsmehrheit beschlossen wurde, für verfassungswidrig erklärt.
Musik gegen das Schweigen

Künstler hinterlässt Vermächtnis

Charles TJ machte mit seinen Liedern auf das Leben queerer Menschen in Simbabwe aufmerksam – sein Debütalbum erscheint nach seinem Tod.