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Bitteres Ultimatum US-Verteidigungsminister Hegseth setzt Deadline zur Entlassung aller trans* Mitarbeiter bei den Streitkräften

Von ms - 09.05.2025 - 10:30 Uhr
Bitteres Ultimatum
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Nachdem der Oberste Gerichtshof in dieser Woche den Ausschluss von trans* Mitarbeitern bei den US-Streitkräften zumindest vorerst absegnete und damit die Agenda von Präsident Donald Trump unterstützte, setzte jetzt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth allen trans* Menschen im Militär ein bitteres Ultimatum: Bis zum 6. Juni müssen sie „freiwillig“ zurücktreten und den Dienst quittieren. Geschieht dies nicht, werden sie unehrenhaft rausgeworfen. Das könnte fatale Konsequenzen für das weitere berufliche Leben der Betroffenen haben.  

„Fertig mit dem Scheiß!“

Der gewählte Termin zu Beginn des internationalen Pride-Monats Juni stößt dabei innerhalb der queeren Community in den USA besonders bitter auf. Bereits kurz nach der Erklärung des Supreme Courts zugunsten von Trump hatte Hegseth seinen Standpunkt noch einmal deutlich gemacht und erklärt: „Wir lassen Weicheier und Schwäche hinter uns. Keine Pronomen mehr. Keine Kerle mehr im Kleid. Wir sind fertig mit dem Scheiß!“

Zum jetzt verhängten Ultimatum von knapp einem Monat betonte der Verteidigungsminister weiter: „In dieser Woche wurde unsere Politik vom Obersten Gerichtshof bestätigt. Und so werden wir diese Politik hier im Verteidigungsministerium weiter vorantreiben. In Übereinstimmung mit der nun wiederhergestellten Politik können sich Mitarbeiter im Militärdienst, bei denen eine Geschlechtsdysphorie diagnostiziert wurde oder die Symptome einer solchen aufweisen, freiwillig von den Streitkräften trennen. Dafür gibt es einen Zeitplan, und wenn nötig, auch unfreiwillig.“ 

Warnung an trans* Streitkräfte

Das Ultimatum gilt vor allem für Angehörige der aktiven Streitkräfte; Reservekräfte im Militärdienst haben bis zum 7. Juli Zeit für einen „freiwilligen“ Austritt. Insgesamt dürften nach Schätzungen von der Entscheidung etwa 15.000 Menschen bei der US-Armee betroffen sein, den ersten 1.000 Personen davon will das Pentagon "unverzüglich" kündigen.  

Diejenigen Soldaten, die sich für eine freiwillige Entlassung melden, werden sofort entlassen. Hegseth ließ keinen Zweifel an der Schnelligkeit und Ernsthaftigkeit der Entschlossenheit der US-Regierung und warnte vor „unfreiwilligen Trennungsprozessen“, die ein bitteres Nachspiel für die Betroffenen haben könnten.  

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