Direkt zum Inhalt
Entscheidung des Supreme Courts

Beschluss des Supreme Courts Trans* Menschen dürfen vorerst vom Militärdienst ausgeschlossen werden, urteilte der Oberste Gerichtshof der USA

ms - 07.05.2025 - 09:20 Uhr
Loading audio player...

Seit dem Beschluss von Donald Trump, trans* Menschen vom Militärdienst auszuschließen, entbrannte in den USA ein Kampf um die Rechte von Soldaten und Soldatinnen bei der Armee – nachdem der Fall auch juristisch für unterschiedliche Richterentscheidungen in unteren Instanzen gesorgt hatte, hat sich nun in einem Eilverfahren der Oberste Gerichtshof zu dem Thema zu Wort gemeldet: Die Trump-Regierung hat vorerst die Erlaubnis, trans* Menschen in der Armee auszuschließen. Nach Schätzungen sind davon etwa 15.000 Personen im Militärdienst der USA betroffen.

Juristischer Erfolg für Trump

Einzige Voraussetzung für den Beschluss des Supreme Courts: Der Streitfall müsse weiter vor Gericht ausgetragen und dort auch final beschlossen werden. Gut möglich, dass die Sachlage nun alle Instanzen durchläuft und schlussendlich abermals beim Supreme Court landen wird. Für die aktuelle Regelung votierten die sechs konservativen Richter am Obersten Gerichtshof, die drei liberalen Richterinnen sprachen sich dagegen aus. Sowohl deutsche wie auch amerikanische Medien werten die Entscheidung als juristischen Erfolg für den Präsidenten.

„Ehrenhafte“ Entlassung 

Das Pentagon ist jetzt erneut angewiesen, alle Personen, die als trans* identifiziert werden können, beispielsweise durch eine medizinische Diagnose oder eine bekannte Personenstandsänderung, binnen eines Monats vom Militär auszuschließen und ehrenhaft zu entlassen. Ausnahmefälle werden dem Pentagon nur dann gestattet, wenn der Verbleib der entsprechenden Person dringend notwendig ist. Präsident Trump hatte bereits im Januar kurz nach dem Beginn seiner Amtszeit erklärt, dass trans* Menschen unvereinbar seien mit dem „ehrvollen und disziplinierten Lebensstil“ im US-Militär. Immer wieder war es dagegen zu Protesten der queeren Community gekommen, auch vor dem Supreme Court.   

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Gericht verurteilt Mann

Bild von Band in Frauenkleidern

Ein russischer Mann wurde wegen der Verbreitung so genannter „LGBT-Propaganda“ verurteilt, nachdem er ein ikonisches Bild der Band Queen postete.
Erbe prägt politischen Dialog

Gedenken an engagierte Politikerin

Im Berliner Deutschen Dom kann man nun einer außergewöhnlichen Politikerin gedenken: Der verstorbenen Rita Süssmuth.
Hohe Auszeichnung für Pillion

Bester Britisch-irischer Film 2026

Der Siegeszug der schwulen SM-Lovestory "Pillion" geht weiter, jetzt folgte in London die Auszeichnung zum Besten Britisch-irischen Film des Jahres.
Stress macht schwul

Skurrile Aussagen aus Malaysia

Malaysia klärt auf: Stress und mangelnde religiöse Praxis machen schwul! Das erklärte jetzt der Minister für Religionsangelegenheiten.
Queere Sichtbarkeit wächst

Breitere Akzeptanz in Berlin

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden den U-Bahnhof Nollendorfplatz künftig zusätzlich als „Regenbogenkiez“ kennzeichnen.
Armutsgefahr in Deutschland

2,1 Millionen LGBTIQ+-Menschen

Mehr als 2,1 Millionen LGBTIQ+-Menschen in Deutschland sind armutsgefährdet, das geht aus den neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik hervor.
Nein zu queeren Rechten

USA schränken Auslandshilfen ein

Auslandhilfen der USA werden künftig nur noch genehmigt, wenn Organisationen sich nicht für queere Rechte engagieren, so Vizepräsident Vance.
Wegfall von US-Gender Studies

Weniger Interesse an Studienfach

Gender Studies werden an US-Universitäten immer weniger unterrichtet, Grund dafür ist offenbar das steigende Desinteresse unter Studenten.