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Biden und Harris warnen vor Angriffen „Lasst uns für unser Land kämpfen und lasst uns mit allem kämpfen, was wir haben."

Von ms - 05.05.2022 - 12:45 Uhr
Biden und Harris warnen vor Angriffen auf LGBTI* // © IMAGO / MediaPunch
Foto: Biden und Harris warnen vor Angriffen auf LGBTI* // © IMAGO / MediaPunch
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Der amerikanische Präsident Joe Biden hat sich abermals mit eindringlichen Worten an die LGBTI*-Community gewandt.

Dabei nahm er auch Bezug auf die neusten Ereignisse in Amerika – durchgesickerte Informationen lassen vermuten, dass der mehrheitlich konservativ und republikanisch geprägte Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten nebst einem möglichen neuen Abtreibungsverbot auch die homosexuelle Community in den Fokus gerückt hat.

Auf dem Tisch sollen aktuell zwei Punkte liegen: Zum einen könnte die gleichgeschlechtliche Ehe zurückgenommen werden, auf der anderen Seite könnte der Supreme Court den Bundesstaaten erlauben, eigenständig darüber zu entscheiden, ob sie schwulen und lesbischen Sex unter Strafe stellen wollen.

Gegenüber von Reportern im Weißen Haus sagte der demokratische Präsident, dass zudem auch queere Kinder immer mehr ins Zentrum der Angriffe geraten würden. Dabei bezeichnete er die, noch immer von Ex-Präsident Trump maßgeblich dominierte, republikanische Partei als eine verrückte Truppe. Die Republikaner seien inzwischen die „extremste politische Organisation in der jüngsten amerikanischen Geschichte".

"Was passiert, wenn ein Staat das Gesetz ändert und sagt, dass Kinder, die LGBTI* sind, nicht mit anderen Kindern in einer Klasse sein dürfen? Ist das dann auch noch rechtmäßig?", so Biden, der sich mit seiner Äußerung auch auf das Vorgehen von Samuel Alito bezieht, einem der konservativen Hardliner und Richter am Supreme Court.

Alito hatte bereits schon einmal versucht, die gleichgeschlechtliche Ehe rückgängig zu machen und will nun wohl auch ein Gesetz aus dem Jahr 1973 kippen, das das Recht auf Abtreibung garantiert. Im Zuge dessen sei auch im Gespräch, gewisse Verhütungsmethoden künftig verbieten lassen zu können.

Die Situation ist auch deswegen so angespannt, weil nach Angaben des durchgesickerten Urteilsentwurfs, vier weitere konservative Mitglieder des, aus neun Richtern bestehenden Obersten Gerichts das Urteil unterstützen, sodass eine Änderung der bisherigen Gesetze tatsächlich ein realistisches Szenario ist.

Wütend zeigte sich zudem auch die Vizepräsidentin Kamala Harris – direkt vor dem Obersten Gerichtshof sagte sie: „Wenn das Recht auf Privatsphäre angegriffen wird, kann jeder in unserem Land einer Zukunft entgegensehen, in der sich die Regierung in seine persönlichen Entscheidungen einmischen kann. Nicht nur Frauen. Jeder. Lasst uns für unser Land und für die Prinzipien kämpfen, auf denen es gegründet wurde, und lasst uns mit allem kämpfen, was wir haben."

Es scheint eine besonders bittere Tatsache zu sein, dass trotz eines extrem LGBTI*-positiven Präsidenten im Weißen Haus die queere Community Amerikas mehr unter Beschuss steht als jemals zuvor in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

 

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