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Tom Daley feiert die Wolle Der Turmspringer begeistert im TV mit seiner Strick-Leidenschaft

Von ms - 18.11.2025 - 16:00 Uhr
Tom Daley feiert die Wolle
Foto: Instagram / tomdaley
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Der Olympionike und britische Turmspringer Tom Daley (31) macht derzeit im Fernsehen eine besonders gute Figur – als Gastgeber der Sendung „The Game of Wool“ begeistert er in diesen Tagen seine Landsleute und kann dabei seiner Leidenschaft dem Stricken frönen. 

Stricken für Jedermann 

Gesucht wird dabei nichts weniger als die beste Strickerin oder der beste Stricker Großbritanniens, wobei zehn Kandidaten in mehreren Challenges gegeneinander antreten müssen. Die Teilnehmer sind so bunt wie das Leben, von alt bis jung, von Mann bis Frau ist alles vertreten. Einer der Männer ist von Beruf Bauarbeiter. Der Jüngste im Bunde ist ein 18-jähriger Heranwachsender. Die wahrlich perfekte Show für Daley, der einst in der Wartezeit zwischen den Wettkämpfen bei Olympia vor rund fünf Jahren mit dem Stricken angefangen hat und bis heute mit viel Leidenschaft dabeigeblieben ist. Mit seiner eigenen Modemarke vertreibt er inzwischen sexy Strick-Outfits, gerne auch enge Badehosen oder für Freunde sogar selbstgestrickte Überzieher fürs beste Stück. Letztere werden in der familienfreundlichen Show von Channel4 allerdings nicht thematisiert.

Badehosen und Tank-Tops

Die Sendung ist rundum heimelig und gemütlich, die Kulisse des malerischen, ländlichen Schottlands als Drehort verstärkt diesen Eindruck noch weiter. Am Ende entscheidet eine dreiköpfige Strickexperten-Jury über Gewinn oder Verlust in der Wettkampfserie. Als Moderator und Gastgeber ist Daley also tatsächlich die perfekte Besetzung – und das Publikum scheint ihn zu lieben. In dieser Woche mussten die Teilnehmer binnen von zwölf Stunden Badehosen und Badeanzüge stricken oder häkeln, da konnte der Goldmedaillen-Gewinner seine Begeisterung kaum mehr zügeln. In den zwei Wochen zuvor mussten die fleißigen Finger Hundemäntel, Pullover, Tank-Tops und Sofabezüge kreieren.  

Daley ist nach wie vor mit vollem Eifer dabei, man sieht ihm an, dass die Show für ihn mehr ist als ein reiner Job: „Ich denke, eine Sache, die die Zuschauer an der Show überrascht, ist die Kreativität, die man mit zwei Stricknadeln und einer Häkelnadel erreichen kann. Es geht darum, die Grenzen der Kreativität auszuloten, die Grenzen des Strickens als Handwerk zu testen und Dinge zu schaffen, die passen oder für einen bestimmten Zweck geeignet sind. Es ist mir ein großes Anliegen, so viele Menschen wie möglich für das Stricken zu begeistern, weil der Aspekt der Achtsamkeit dabei unglaublich wichtig ist – die Tatsache, dass man präsent sein und im Moment bleiben muss.“ 

Vielfalt zwischen zwei Nadeln 

Der Vielfalt und Kreativität sind dabei laut dem 31-Jährigen keine Grenzen gesetzt: „Alles, was man sich vorstellen kann, was gestrickt werden kann, stricken wir in dieser Sendung. Ich denke, die ganze Idee dahinter ist, zu versuchen, Stricken neu zu definieren, die Dinge, die man damit schaffen kann. Wenn man sich etwas vornimmt, wenn man etwas sieht, kann man es stricken.“

Daley, der in diesem Jahr auch mit seinem Statement zu seinen Essstörungen für Schlagzeilen sorgte, hofft, dass die Show die Grundlage dafür sein könnte, dass Stricken wieder in den Lehrplan von Schulen aufgenommen wird. „Ich halte es für unglaublich wichtig, dass Kinder sich engagieren, Achtsamkeit lernen und sich von Bildschirmen lösen, und ich halte es für einen wichtigen Impuls für Slow Fashion. Außerdem glaube ich, gibt es ein echtes Erfolgserlebnis, wenn Menschen etwas selbst herstellen. Jeder Stich wird mit Liebe gemacht. Jeder Stich ist unvollkommen, aber auf seine eigene Weise perfekt. Ich glaube, das ist es, was die Menschen bisher an dieser Show so schätzen.“

Ein Traumjob für Daley 

Und wie bewertet der zweifache Vater seine Leistung als Moderator? „Es ist ein Traumjob, ich kann den ganzen Tag über Stricken und Häkeln reden, was ich im Grunde genommen sowieso in meiner Freizeit mache! Es ist schön, das tun zu können und diese Reise mit anderen Menschen zu teilen. Ich bin zudem ein Meister der Vaterwitze. Ich weiß nicht, wie viel davon tatsächlich ausgestrahlt wird, da es eine Sendung vor 21 Uhr ist, aber ich finde, dass es in der Welt des Strickens und Häkelns viele Anspielungen gibt!“ 

Zum Abschluss erklärte Daley zudem, wie man am besten Zugang zum Handwerk findet: „Am besten lernt man Stricken, wenn es einem jemand persönlich zeigt. Man kann sich natürlich Tutorials auf YouTube ansehen, das ist auch gut und schön, aber es ist toll, wenn jemand bei einem sitzt und einem das Stricken zum ersten Mal persönlich zeigt. Wenn man die Grundlagen einmal verstanden hat, dauert es nicht lange, bis man es lernt.“ Beste Voraussetzungen also, dass Daley zusammen mit seinem Ehemann Dustin Lance Black bald gemeinsam etwas strickt – wie wäre es mit neuen Überziehern aus Stoff? Sie könnten dann auch direkt persönlich Maß nehmen. 

Wolle von schwulen Schafen 

Wie gefragt die Strickkunst gerade in der Gay-Community ist, zeigte in diesen Tagen auch die schwule Dating-App Grindr – das Unternehmen präsentierte zusammen mit dem der Organisation Rainbow Wool in New York eine ganze Modekollektion aus der Wolle schwuler Schafböcke. In der Zucht werden schwule Böcke zumeist zum Schlachter gebracht, weil sie keinen Nachwuchs zeugen. Auf einer kleinen Farm in Nordrhein-Westfalen haben diese Tier indes nun seit 2024 beim ebenso schwulen Schäfer Michael Stücke ein neues Zuhause gefunden. Der Erlös aus dem Verkauf der ersten Modelinie kommt queeren Vereinen zugute. Designt wurden die 36 Kleidungsstücke von Michael Schmidt, der bereits für Weltstars wie Madonna, Lady Gaga und Cher sowie Beyoncé, oder auch Taylor Swift gearbeitet hat. 

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