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Hochzeitsvorbereitungen in Frankreich

Ralf Schumacher ganz entspannt Kommende Woche heiratet der Ex-Rennfahrer seinen Partner

ms - 15.05.2026 - 15:30 Uhr
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Ralf Schumacher und sein Partner Étienne Bousquet-Cassagne bereiten in diesen Tagen ihre Hochzeit in Südfrankreich vor. Rund zwei Jahre nach seinem öffentlichen Coming-Out will der ehemalige Formel-1-Pilot im Rahmen einer mehrtägigen Feier erneut heiraten. Die Zeremonie wird zudem von einem Kamerateam begleitet.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ralf Schumacher heiratet nächste Woche seinen Partner Étienne Bousquet-Cassagne in Saint-Tropez.
  • Die Feierlichkeiten sollen sich über drei Tage erstrecken.
  • Die Hochzeit wird Teil der Sky-Dokumentation „Ralf & Étienne: Wir sagen Ja“.
  • Schumacher spricht von einer entspannteren Vorbereitung als bei seiner ersten Ehe mit Cora. 
  • Nach der Feier plant das Paar eine gemeinsame Hochzeitsreise.
  • Schumacher betont die positiven Reaktionen auf sein Coming-Out im Jahr 2024.

Doku über Hochzeit 

Im Juli 2024 hatte Schumacher seine Beziehung öffentlich gemacht und erstmals ein gemeinsames Foto mit Bousquet-Cassagne bei Instagram veröffentlicht. Nun folgt für das Paar der nächste große Schritt. Die Feierlichkeiten in Saint-Tropez sollen im Kreis von Familie und Freunden stattfinden. Gleichzeitig begleitet ein Filmteam die Vorbereitungen sowie die Trauung für die Sky-Original-Dokumentation „Ralf & Étienne: Wir sagen Ja“. Die vierteilige Produktion startet am 21. Mai. Eine Hochzeit im Dauerfokus einer TV-Dokumentation? Kann das gut gehen? 

Bousquet-Cassagne erklärte dazu: „Ralf hatte damals ein Foto gepostet und damit unsere Beziehung öffentlich gemacht. Daraufhin haben wir mehrere Anfragen bekommen. Am Anfang war es etwas komisch, von den Kameras begleitet zu werden, aber wir haben uns daran gewöhnt.“ Schumacher sieht in der Dokumentation auch die Möglichkeit, „zu zeigen, wie wir so leben – und vielleicht auch dem einen oder anderen Vorurteil ein bisschen vorzugreifen“.

Gelassenheit beim Ex-Rennfahrer

Für Schumacher ist es die zweite Ehe. Der frühere Rennfahrer hatte 2001 Cora Schumacher geheiratet. Die Trennung erfolgte 2009, sechs Jahre später wurde die Ehe geschieden. Aus der Beziehung stammt Sohn David Schumacher. Mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner ersten Hochzeit blickt Schumacher nun gelassener auf die erneute Trauung. Im Gespräch mit der Agentur Teleschau sagte der 50-Jährige: „Ich glaube, es ist in dem Sinne entspannter für mich, weil ich genau weiß, was auf mich zukommt.“

Einfach Stimmung genießen 

Für die Feier habe er sich bewusst vorgenommen, „die Party zu genießen und weniger darauf zu schauen, ob es allen drumherum gefällt“. Zu den Gästen in Südfrankreich würden Menschen aus verschiedenen Ländern anreisen. Dazu erklärte Schumacher: „Da fühlt man sich immer etwas verantwortlich und will es besonders schön machen.“ Gleichzeitig betonte er allerdings auch: „Aber auf der anderen Seite ist es unser Tag, und ich glaube, es wird schön genug. Das habe ich mir fest vorgenommen für den Abend: mich auf uns zu konzentrieren und einfach die Stimmung zu genießen.“ Nach der Hochzeit plant das Paar zudem eine gemeinsame Reise. Konkrete Details stehen nach Angaben Schumachers allerdings noch nicht fest: „Wir wissen nur noch nicht genau wann. Es ist ehrlicherweise noch nicht ganz fix geplant.“

Mutmacher für andere Schwule

Zudem betonte Schumacher, er habe zahlreiche positive Reaktionen auf sein öffentliches Coming-Out erhalten. Besonders Begegnungen mit Menschen, die durch seine Offenheit selbst Mut gefasst hätten, seien für ihn bewegend gewesen. Allerdings, so Schumacher weiter, lese er auch nicht jeden Kommentar. Und: „Wir leben aber natürlich auch an Orten, wo die Leute wahrscheinlich auch ein bisschen weltoffener sind. Ich glaube, deshalb kommt uns da nur Positives entgegen. Schön waren viele einzelne Begegnungen, wo sich Menschen bedankt haben.“ 

So hätten ihm Männer erzählt, dass sie durch seine Offenheit selbst den Mut gefunden hätten, sich bei ihren Familien zu outen oder „den nächsten Schritt zu gehen“. Schumacher stellte dabei klar, dass dies ursprünglich gar nicht der Grund für seinen öffentlichen Schritt gewesen sei: „Das war nie mein Wunsch, ich wollte es ursprünglich ganz 'egoistisch' für uns beide machen.“ Er habe mit der Situation lediglich „offen und ehrlich“ umgehen wollen. Heute freue er sich jedoch darüber, wenn seine Geschichte auch anderen Menschen helfen könne: „Wenn man den einen oder anderen noch ein bisschen unterstützen kann, ist das natürlich schön. Und vielleicht gelingt uns das durch die Doku auch ein bisschen.“

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