Direkt zum Inhalt
Welle der Homophobie
ANZEIGE

Welle der Homophobie Bevölkerung richtet sich gegen die Vorgaben des Obersten Gerichts

ms - 04.08.2023 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Es ist eine Welle aus Homophobie und Hass, die derzeit über Afrika hinwegrast. Nachdem Uganda in diesem Jahr eines der weltweit schlimmsten Anti-Homosexuellen-Gesetze umgesetzt hat, wollen immer mehr Länder diesem Vorbild folgen – aktuell arbeiten bereits Kenia und Ghana an ähnlichen Gesetzesvorhaben, die Homosexualität unter Strafe stellen sollen, teilweise bis hin zur Einführung der Todesstrafe ähnlich wie in Uganda.

Oberstes Gericht entkriminalisierte Homosexualität

Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch dazu, dass die drakonischen Hass-Gesetze bei der Mehrheit der Bevölkerung offenbar zumeist auf Zustimmung stoßen, je nach Land lehnt der allergrößte Teil der Einwohner Homosexualität bis heute ab. Das jüngste Beispiel ist aktuell Botswana. Bereits 2021 hatte das Oberste Gericht des Landes erklärt, dass gleichgeschlechtlicher Sex legal ist und die Regierung damit beauftragt, entsprechende Gesetze umzusetzen. Inzwischen liegt ein entsprechender Gesetzentwurf dem Parlament vor, auch wenn dieses sich mehrheitlich nach wie vor gegen Homosexualität ausspricht.

Christliche Gruppen befeuern Hass auf Homosexuelle

Dieser Einschätzung stimmen auch viele Einwohner zu, sodass es in den letzten Tagen immer wieder zu Protesten in der Hauptstadt Gaborone gekommen ist, bei denen auf ein Verbot von Homosexualität bestanden wird. Angefeuert werden die Kritiker vor allem von christlich-religiösen Gruppen, allen voran auch Vertretern der römisch-katholischen Kirche. Dazu gesellte sich auch die Evangelical Fellowship of Botswana (EFB) – das Credo ist dabei stets gleich: Homosexualität sei und bleibe eine Sünde, ein christliches Land wie Botswana dürfe dies nicht legalisieren. Ob sich die Parlamentarier den Forderungen entgegen den Anweisungen des Obersten Gerichts beugen werden, ist noch offen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Peinliche PR-Aktion der AfD

Bilder von Budapest Pride verwendet

Eklat um AfD: Ein angebliches Video der „größten AfD-Demo“ zeigt tatsächlich die Budapest Pride, die Tonspur wurde ausgetauscht, recherchierte die DPA
Kiss-In gegen HIV-Stigma

Schwule Küsse werden zum Protest

Mit einem öffentlichen Kiss-In forderten schwule Aktivisten bei der AIDS 2026 in Rio mehr Rechte, Sichtbarkeit und ein Ende von HIV-Stigmatisierung.
Eklat im Bistum Fulda

Aussage eines Pfarrers empört

Nach homophoben Äußerungen eines Ex-Pfarrers zum Berliner CSD-Anschlag distanziert sich das Bistum Fulda deutlich von den Statements.
Madonna und Kylie Minogue

Popstars setzen Zeichen bei Pride

Popstar Madonna überraschte bei der World Pride in Amsterdam mit Kylie Minogue und feierte mit Tausenden Fans Vielfalt, Musik und Zusammenhalt.
Appell von Rob Jetten

Botschaft für mehr Offenheit

Bei der Pride in Amsterdam rief Premierminister Rob Jetten zum Coming-Out auf und warnte nach dem Berliner Anschlag vor wachsendem Druck.
Friedliche Demo CSD Hamburg

Solidarität nach Berlin-Anschlag

Rund 300.000 Menschen feiern friedlich den Hamburger CSD – überschattet von Gedenken, hoher Sicherheit und Streit um Regenbogenflaggen.
Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.