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Homophobe Angriffe in Berlin Schwules Paar von Hund gebissen und beleidigt

Von co - 08.05.2023 - 17:31 Uhr
Schwules Paar von Hund gebissen und beleidigt
Foto: © Aleksandr Potashev
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Am Sonntag rief ein schwules Paar die Polizei, weil es von einem Radfahrer homophob beleidigt und bedroht wurde. Einer der Spaziergänger wurde bei der Auseinandersetzung außerdem verletzt. In einem anderen Fall will die Polizei anhand von Fahndungsfoto die Identität eines anderen Täters ermitteln.

Gebissen und bedroht

Am Sonntagmittag spazierten ein 45 und ein 49 Jahre alter Mann gegen 13:30 durch die Grünanlage auf der Bellevueallee im Großen Tiergarten in Berlin. Da überholte die beiden ein 61-jähriger Radfahrer. Er hatte einen Hund dabei, der an der Leine neben ihm her lief.

Als der Radfahrer das Paar passierte, soll der Hund den älteren der beiden Männer in die Hand gebissen haben. Als das Paar den Hundehalter daraufhin ansprach, soll dieser die beiden Spaziergänger bedroht und schwulenfeindlich beleidigt haben.

Die Folgen

Infolge der Beißattacke wurde der 49-Jährige leicht an der linken Hand verletzt. Es war glücklicherweise nicht nötig, dass die Verletzung medizinisch versorgt wird.

Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung. Es ermittelt ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes des Landeskriminalamtes.

Bei Helfen attackiert

In einem anderen Fall fahnet die Polizei nach einem Täter. Am 13. April 2022 soll eine Gruppe aus sechs bis sieben männlichen Jugendlichen ein schwules Paar beleidigt haben, das bei einem Bahnsteig des U-Bahnhofs Franz-Neumann-Platz in Berlin-Reinickendorf auf einer Bank saß. Das war gegen 17:30 Uhr.

Zwei Frauen im Alter von 59 und 83 Jahren bekamen die Beleidigungen mit und wollten den beiden Männern helfen: Sie kamen auf die Gruppe zu und forderten sie dazu auf, das Paar in Ruhe zu lassen. Der auf den Fahnungsfotos abgebildete Täter soll daraufhin die jüngere der beiden Frauen bespuckt haben. Dann habe er versucht, sie zu treten. Er verfehlte die 59-Jährige jedoch und erwischte stattdessen die 83-Jährige am Bein. Die Seniorin stürzte zu Boden und wurde verletzt. Eine medizinische Behandlung lehnte die Frau jedoch ab. Die Jugendgruppe flüchtete.

Bitte um Mithilfe

Jetzt veröffentlichte die Polizei einige Bilder aus einer Überwachungskamera. Die Ermittelnden erhoffen sich darauf Anhaltspunkte zur Identität oder dem Aufenthaltsort des gesuchten Mannes. Ebenso gesucht werden Aussagen von Menschen, die den Abgebildeten vor, während oder nach der Tat beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Hinweise liefern können. 

Wer weiterhelfen kann, soll sich an den Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin im Bayernring 44 in 12101 Berlin-Tempelhof wenden. Zu erreichen ist die Behörde telefonisch unter (030) 4664 953 528, per Telefax unter der Nummer (030) 4664 953 599 oder per E-Mail an lka535@polizei.berlin.de. Zeuginnen und Zeugen können sich aber auch an jede andere Polizeiwache wenden oder die Internetwache nutzen.

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