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Konsequenzen nach “Don´t Say Gay“ Bundestaat erleidet Einnahmeverluste von 240 Millionen US-Dollar

Von ms - 17.06.2022 - 11:30 Uhr
Walt Disneys Konsequenzen nach “Don´t Say Gay“
Foto: IMAGO / ZUMA Wire
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Der Walt Disney Konzern zieht jetzt harte Konsequenzen nach dem queer-feindlichen, sogenannten “Don´t Say Gay“-Gesetz, das Floridas Gouverneur Ron DeSantis entgegen aller Wiederstände von Seiten der queeren Community, Firmen und anderen Politikern wie beispielsweise auch dem Präsidenten der Vereinigten Staaten in seinem Bundestaat trotzdem verankert hat. Das Gesetz verbietet künftig alle LGBTI*-Themen an Grundschulen und ahndet Zuwiderhandlungen von Seiten der Lehrer mit hohen Geldstrafen.

Das Mutterhaus von Mickey Maus hatte sich nach einem zögerlichen Hin und Her schlussendlich in der vorausgegangenen Debatte auf die Seite der LGBTI*-Community geschlagen. Gouverneur DeSantis strafte diesen Einsatz ab, indem er dem Disney-Konzern daraufhin das Recht auf Selbstverwaltung entzog. Diese Vereinbarung hatte dem Unternehmen gewisse Freiheiten geboten und auch zu Steuererleichterungen beigetragen. Nun reagiert seinerseits Disney und hat die Umsiedlung von 2.000 Mitarbeitern von Kalifornien nach Florida gestoppt – damit entfallen für den Bundestaat auch die Steuereinnahmen, die der Umzug der Mitarbeiter mit sich gebracht hätte. Das Durchschnittsgehalt für die zu verlagernden Stellen beträgt 120.000 US-Dollar, was für den Großraum Orlando potenzielle Einnahmeverluste in Höhe von über 240 Millionen US-Dollar jährlich bedeutet.

Offiziell erklärte Disney zu dieser sehr kurzfristigen Entscheidung, dass die Eröffnung des neuen Lake Nona Campus des Unternehmens, der die rund 2.000 Mitglieder des Disney Imagineering Teams beherbergt hätte, auf 2026 verschoben worden wäre. Man wolle, so ein Pressesprecher, den Mitarbeitern „mehr Zeit geben“, um sich auf den Umzug einzustellen. Für Anna Eskamani, eine demokratische Abgeordnete des Bundesstaates Florida, ist indes klar: „Wir haben während der Debatte über dieses Gesetz immer wieder darauf hingewiesen, dass Angriffe auf LGBTI*-Menschen nicht nur schlechte Politik oder 'Kulturkriege' sind, sondern auch schlecht für die Wirtschaft. Diese Kulturkriege haben einen wirtschaftlichen Preis. Das ´Don't Say Gay´-Gesetz mag gut für DeSantis' Basis sein, aber am Ende des Tages wollen Top-Talente keinen Staat ihr Zuhause nennen, der diese Politik unterstützt.“

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