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Sexuelle Propagandisten und Raubtiere! Reaktion des Schulbezirks: „Wir sind stolz auf unsere LGBTI*-Schüler!“

Von ms - 26.03.2022 - 12:13 Uhr
Generalstaatsanwalt wütet gegen Pride-Schulwoche in Texas // © Vepar5
Foto: Generalstaatsanwalt wütet gegen Pride-Schulwoche in Texas // © Vepar5
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Einmal mehr spitzt sich der Kulturkampf in den USA zu – die jüngste Eskalation geschah jetzt abermals in Texas. Verursacher ist erneut der texanische Generalstaatswalt Ken Paxton. Bereits im Februar war der republikanische Hardliner der Anstoß für eine landesweite, extrem queerfeindliche Aktion sondergleichen gewesen: Nachdem er in einem unverbindlichen Rechtsgutachten die geschlechtsangleichende medizinische Versorgung als "Kindesmissbrauch" bezeichnet hatte, nahm dies Gouverneur Greg Abbott zum Anlass, um das staatliche Familienschutzministerium damit zu beauftragen, gegen Eltern von trans-Jugendlichen zu ermitteln, die ihren Kindern eine Behandlung ermöglicht hatten.

Die Ermittlungen wurden zwei Wochen später vorläufig mit einer einstweiligen Verfügung des Dritten Berufsgerichts von Texas gestoppt – derzeit durchläuft der Fall das Rechtssystem. Ken Paxton wiederum hatte daraufhin bisher ohne Erfolg den Obersten Gerichtshof von Texas gebeten, das Verbot sofort aufzuheben.

Wütend ob dieser Angelegenheit wetterte Paxton nun gegen eine Pride-Woche, die im Schulbezirk Austin stattfindet. Er schrieb der Superintendantin des Schulbezirks, Stephanie Elizalde, dass die ganze Pride-Veranstaltung illegal sei, da diese gegen die staatlichen Gesetze verstoßen würde, die einen Sexualkunde-Unterricht ohne ausdrückliche Zustimmung der Eltern verbieten würden. Dabei würde sich der Schulbezirk zudem mit genau jenen sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten befassen, die „hoch kontrovers und sensibel“ seien. Auf Twitter wurde der homophobe Wüterich dann noch deutlicher:

„Liberale Schulbezirke drängen aggressiv LGBTI*-Ansichten auf Texas Kids! Und das alles hinter dem Rücken der Eltern! Das ist unmoralisch und illegal. Ich werde mit und für Eltern arbeiten, um betrügerische Sexualpropagandisten und Raubtiere zur Rechenschaft zu ziehen.“

Weiter schrieb Paxton gegenüber der Superintendantin, dass es sich bei der einwöchigen Pride-Woche um eine „zynische Indoktrination“ handele, dessen Ziel es sei, die Eltern auf „subtile Weise“ von der Entscheidung auszuschließen. Am Ende drohte er Elizalde mit der Möglichkeit der Eltern, bei der texanischen Bildungsbehörde Beschwerde gegen den Schulbezirk einlegen zu können. Die Superintendantin zeigte sich von den Drohgebärden des Republikaners unbeeindruckt und bekräftigte via Twitter: „Ich möchte, dass alle unsere LGBTQIA+ Schüler wissen, dass wir stolz auf sie sind und dass wir sie vor politischen Angriffen schützen werden!“

Und der Sprecher des Austin Independent School Districts, Jason Stanford, erklärte weiter gegenüber der Washington Post, dass die Feier trotz Paxtons Bemühungen, sie zu beenden, fortgesetzt wird:

"Wir werden darauf reagieren, indem wir die Anstrengungen verdoppeln, um sicherzustellen, dass sich unsere Kinder sicher fühlen und den Pride feiern können!“

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