Mit einem Transporter in eine Pride-Parade fahren und auf Menschen schießen: Mit dieser Drohung soll ein 32-Jähriger in Arizona eine frühere Mitschülerin eingeschüchtert haben. Die Polizei nahm ihn am 12. Oktober in Gilbert fest. Wie der lokale Sender ABC15 unter Berufung auf Gerichtsunterlagen berichtet, wird ihm unter anderem eine terroristische Drohung vorgeworfen.
Das Wichtigste im Überblick
- Die Festnahme erfolgte am 12. Oktober, nicht erst jetzt.
- Die mutmaßlichen Pride-Drohungen waren Teil eines Stalkingfalls.
- Bei einer Durchsuchung stellte die Polizei mehrere Schusswaffen sicher.
Mehr als 100 Sprachnachrichten
Ausgangspunkt war eine monatelange Belästigung. Die betroffene Frau hatte bereits im Juli die Polizei eingeschaltet. Laut den Ermittlern hinterließ der Mann mehr als 100 Sprachnachrichten und kontaktierte sie über soziale Netzwerke. Zu den Äußerungen sollen auch Drohungen gegen homosexuelle Menschen gehört haben.
Am 11. Oktober soll er an der Wohnung der Frau aufgetaucht sein, gegen die Tür geschlagen und Taschen sowie Kartons zurückgelassen haben. Weil zuvor von Bomben die Rede gewesen war, untersuchten Spezialisten die Gegenstände. Sprengstoff fanden sie nicht, wohl aber unter anderem Messer. Bei der späteren Durchsuchung seiner Wohnung beschlagnahmten Beamte mehrere Schusswaffen, darunter ein Gewehr.
Verdächtiger spricht von Scherzen
Nach seiner Festnahme soll der Beschuldigte die bedrohlichen Aussagen eingeräumt, sie aber als Scherze dargestellt haben. Er habe die Grenzen der Meinungsfreiheit austesten wollen. Ihm werden Stalking, eine terroristische Drohung sowie Bedrohung oder Einschüchterung zur Last gelegt. Die Kaution wurde auf 75.000 US-Dollar festgesetzt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Ein konkreten Pride als Ziel haben die Behörden bislang nicht öffentlich benannt. Der Phoenix Pride hatte am Wochenende vor der Festnahme stattgefunden. Über einen anderen Anschlagsplan gegen den Phoenix Pride 2024 war bereits berichtet worden. Dabei handelt es sich um einen anderen Fall.