Direkt zum Inhalt

Weltmeisterschaft in Katar Englischer Fußballer Harry Kane unterstützt LGBTI*-Fans

Von co - 25.03.2022 - 13:00 Uhr
Englischer Fußballer Harry Kane unterstützt LGBTI*-Fans
Foto: © instagram.com_harrykane_
ANZEIGE
Loading audio player...

Fußball-Profi Harry Kane ist der Kapitän der englischen Mannschaft. Am Dienstag tat er sich seinen Kapitäns- und Spielerkollegen zusammen, um die mannigfaltigen Menschenrechtsverletzungen in Katar zu „beleuchten“, wo im November und Dezember dieses Jahres die Fußballweltmeisterschaft stattfindet.

Scharia und Schuldknechtschaft

In Katar ist Homosexualität illegal. Vor dem Scharia-Gericht kann sie sogar mit dem Tod bestraft werden. Außerdem berichtete beispielsweise Amnesty International beim Bau der Stadien von der Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte: Mehr als zwei Millionen Menschen arbeiteten dabei quasi in Knechtschaftsverhältnissen. Proteste gegen eine WM in Katar existieren seit 2010.

Verantwortung wahrnehmen und darüber sprechen

„Das ist etwas, was ich versuchen werde zu tun“, so Kane laut dem Mirror. „Ich denke, das wird eine größere und stärkere Botschaft aussenden. Das liegt in der Verantwortung eines Team-Kapitäns. Es ist wichtig, über diese Dinge zu sprechen und sich nicht vor ihnen zu verschließen. […] Für mich und unsere Mannschaft geht es darum, […] unsere Reichweite zu nutzen, um auf jede erdenkliche Weise zu helfen.“ Besonders wichtig sei, dass der Dialog auch nach der WM nicht abreiße: „Diese Gespräche jetzt zu führen, ist definitiv nützlich. Aber es ist wichtig, dass diese Gespräche weitergehen. […] Alle Probleme, die wir zu lösen versuchen, versuchen wir für immer zu lösen.“

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

FalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Spendenboom bei Gallant

350.000 Dollar nach Enthüllung

Nach der Veröffentlichung alter BDSM-Fotos erhält der schwule US-Demokrat Chris Gallant mehr als 350.000 Dollar Spenden und übertrifft seinen Rivalen.
Russland fahndet nach Reporter

Schwuler Journalist auf der Flucht

Russland geht zunehmend gegen homosexuelle Journalisten vor. Der geflüchtete Vadim Vaganov berichtet über staatliche Verfolgung und Einschüchterung.
Hoffnung für Jugendliche

Unterstützung senkt Suizidrisiken

Eine US-Langzeitstudie zeigt: Trotz zunehmender Diskriminierung gehen Selbstverletzungen und Suizidversuche bei LGBTIQ+-Jugendlichen zurück.
Brasilien vor Richtungswahl

LGBTIQ+-Rechte im Fokus

Brasilien steht vor einer knappen Präsidentenwahl. Für LGBTIQ+-Menschen könnte der Ausgang die künftige Gleichstellungspolitik entscheidend prägen.
Angriff auf Weltstrafgericht

Amnesty fordert Schutz durch EU

US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof alarmieren Amnesty International. Der Verein fordert Schutz für die internationale Justiz.
Razzia in Berlin

Reaktionen nach Polizeiaktion

Nach einer Durchsuchung im queeren Zentrum Casa Kuà in Berlin streiten Polizei und Queerverbände über Arzneimittelrecht und Versorgungslücken.
Historischer Erfolg bei UN

Schwule und Lesben im Fokus

Frankreich gewinnt 52 weitere Staaten für eine UN-Erklärung zur Entkriminalisierung von Homosexualität – trotz erheblicher Widerstände.
Kritik von Volker Beck

Vorwürfe gegen Berliner Linke

Der frühere Grünenpolitiker Volker Beck warnt vor einem Bündnis mit der Berliner Linken und kritisiert deren Umgang mit Antisemitismus.
Ermittlungen in Arizona

Polizei beschlagnahmt Waffen

Ein 32-Jähriger soll mit einer Attacke auf eine Pride-Parade gedroht haben. Ermittler fanden Waffen. Die Festnahme erfolgte am 12. Oktober.