Untersuchung eingestellt Mormonische Universität darf weiterhin diskriminieren
Die Brigham Young University (BYU) in Utah ist eine mormonische Einrichtung. Nachdem queere Studierende sich über die offene Diskriminierung in der Universität beschwerten, leitete das US-Bildungsministerium eine Untersuchung ein, lehnte die Beschwerde aber letztendlich ab: Die LGBTI*-feindliche Haltung der Schule werde von der Ausnahmeregelung für religiöse Einrichtungen abgedeckt. Die BYU hatte mit nichts anderem gerechnet.
LGBTI*-feindliche Bestimmungen
Im Ehrenkodex der BYU war „homosexuelles Verhalten“ bis 2020 explizit verboten und wurde mit einem Rauswurf geahndet. Als die Universitätsleitung den Punkt entfernte, feierten die queeren Studierenden das zuerst – bis die Uni klarstellte, dass man sich weiterhin streng an die mormonischen Regeln halte. Und nach denen ist Homosexualität weiterhin tabu. Faktisch änderte sich am Kodex also nichts: Alle „sexuellen Begegnungen außerhalb der Ehe zwischen Mann und Frau“ bleiben verboten.
Entscheidung wenig überraschend
Die inoffizielle LGBTI*-Vereinigung der BYU ist NBC News enttäuscht über das eingestellte Verfahren, allerdings auch nicht überrascht: „Es war eine blinde Hoffnung“, so Co-Leiterin Madi Hawes. Das Bildungsministerium halte die Sicherheit queerer Studierender für nicht wichtig genug. Der Ehemalige Cal Burke erklärte dem Salt Lake Tribune: „Wir queeren Studierenden werden niemals aufgeben, denn wir haben Recht und Gott ist auf unserer Seite. Wir werden nicht aufgeben, bis alle queeren Heiligen der Letzten Tage frei und sicher sind und geliebt werden.“