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Gedenkstätte nach CSD-Anschlag Regenbogenbank soll künftig an die Opfer erinnern

Von ms - 06.08.2026 - 08:30 Uhr
Berlin schafft Ort des Erinnerns
Foto: IMAGO / Stefan Zeitz
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Mit einem neuen Gedenkort will Berlin an die Opfer des islamistischen Terroranschlags vom 25. Juli erinnern. Heute wird am Tatort im Tiergarten ein französischer Ahorn gepflanzt. Das teilte das Bezirksamt Berlin-Mitte mit. Der Baum ersetzt denjenigen, der infolge des Anschlags gefällt werden musste.

Das Wichtigste im Überblick

  • Berlin richtet am Tatort des CSD-Anschlags einen dauerhaften Erinnerungsort ein.
  • Ein französischer Ahorn ersetzt den nach der Tat gefällten Baum.
  • Eine Regenbogenbank soll Solidarität mit der queeren Community ausdrücken.
  • An einem Schutzgitter können persönliche Erinnerungsstücke angebracht werden.
  • Der Anschlag am 25. Juli forderte ein Todesopfer und verletzte 31 Menschen.

Baum und Regenbogenbank

Ergänzt werden soll der Erinnerungsort durch eine Bank in Regenbogenfarben. Sie wird unmittelbar neben dem neu gepflanzten Baum aufgestellt und soll Besucherinnen und Besucher zum Innehalten sowie zum stillen Gedenken einladen. Zugleich soll sie die Solidarität mit der queeren Community und das gemeinsame Bekenntnis zu einer offenen und demokratischen Gesellschaft sichtbar machen. Der französische Ahorn erhält zudem ein schützendes Metallgitter. Angehörige, Freunde und weitere Menschen können dort Karten, Blumen, Fotografien und persönliche Botschaften anbringen, ohne den Baum zu beschädigen. Auf diese Weise soll ein würdevoller Ort des Erinnerns entstehen.

Der Terroranschlag hatte sich am 25. Juli beim Christopher Street Day ereignet. Der islamistisch motivierte Täter Abdul Ballout war mit einem Auto in eine Menschengruppe gefahren und anschließend gegen einen Baum geprallt. Danach griff der 21-Jährige mit einer Machete weitere Menschen an, bevor er flüchtete. Bei der Tat kam eine Frau ums Leben. Insgesamt wurden 31 Menschen zum Teil schwer verletzt. Einen Tag nach dem Anschlag wurde der Tatverdächtige in Berlin von Polizisten erschossen, als diese versuchten, ihn festzunehmen.

Appell an Bundesregierung 

Derweil reißt die Kritik an der Bundesregierung und speziell auch am Verhalten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nicht ab. Der LSVD+ und weitere Vereine fordern deutlich mehr Einsatz für die Sicherheit von LGBTIQ+-Menschen in Deutschland. Nach den Solidaritätsbekundungen müssten nun konkrete politische Maßnahmen erfolgen. „Wir erwarten, dass bei den anstehenden Entscheidungen die vom Anschlag betroffene LSBTIAQ*-Community einbezogen wird. Bloße Forderungen für höhere Strafen greifen zu kurz“, betonte Andre Lehmann vom LSVD+. 

Unter anderem soll die Sicherheitsstrategie auf Prides stärker in den Fokus rücken, Hasskriminalität gegen LGBTIQ+-Menschen als Tatmotiv stärker im Strafverfahren eingebunden werden und flächendeckend LGBTIQ+-Ansprechpartner bei der Polizei bereitstehen. Daneben setzt der Verein auf mehr Bildung im Bereich LGBTIQ+, bessere Aufklärungsarbeit und die langfristige Finanzierung von queeren Beratungs- und Communitystrukturen. „Hören Sie den Forderungen nach einer besseren Bekämpfung queerfeindlicher Hasskriminalität endlich zu, die wir seit Jahren stellen“, so der Appell des Vereins. 

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