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Trauer in der Community Fotograf Rüdiger Trautsch ist verstorben

Von id - 21.10.2021 - 16:05 Uhr
Rüdiger Trautsch "Ich gucke links" (2019) // © Stephanie
Foto: Rüdiger Trautsch "Ich gucke links" (2019) // © Stephanie
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Am gestrigen Dienstagnachmittag, dem 20. Oktober 2021, ist der Fotograf Rüdiger Trautsch im Alter von 75 Jahren nach längerer Krankheit gestorben.

Rüdiger wurde am 23. Mai 1946 in Hamburg geboren. Sein Studium absolvierte er sowohl an der Hochschule für Gestaltung in der Armgartstrasse als auch an der Hochschule für Bildende Künste am Lerchenfeld. Später eröffnete er gemeinsam mit seinem Partner Ken Hall ein Fotostudio. Dieses lag unweit das legendären Clubs FRONT. So blieb es nicht aus, dass er dort unzählige Fotos schoss.

Rüdiger Trautsch war aber mehr als nur ein Partyfotograf. Es gab kaum ein queeres Event, wo man ihn nicht antreffen konnte. Ganz gleich ob auf CSD-Demonstrationen, bei den Lesbisch Schwulen Filmtagen, bei Empfängen, Straßenfesten und natürlich auch weiterhin auf Partys. Zudem porträtierte auch bekannte Künstler wie Andy Warhol und Robert Mapplethorpe. In seinen letzten Lebensjahren hatte er sich aus der Fotografie allerdings etwas zurückgezogen. Seine neue künstlerische Leidenschaft verlegte er immer mehr auf das Zeichnen.

Die queere Community – nicht nur in Hamburg – verliert einen aktiven Chronisten des schwul-/lesbischen Lebens und er hat mit seiner Arbeit über viele Jahre für mehr Sichtbarkeit gesorgt. Bereits zu Lebzeiten hat Rüdiger dafür gesorgt, dass sein fotografischer Nachlass erhalten bleiben wird. Er hat diesen dem Schwulen Museum in Berlin vermacht.

SCHWULISSIMO sagt Rüdiger Danke für die Arbeit und wünscht ihm eine gute letzte Reise.

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