Direkt zum Inhalt
Schwedische Armee schaltet LGBTI*-Anzeige
ANZEIGE

Regenbogenflagge verteidigt Schwedische Armee schaltet LGBTI*-Anzeige

co - 03.08.2021 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Diese Woche findet die Stockholmer Pride-Woche in Schweden statt. Kurz zuvor gab die Armee eine Anzeige auf der Titelseite von Svenska Dagbladet, einer der führenden Tageszeitungen des Landes, heraus. Auf dem Foto sind Soldaten zu sehen, die in voller Kampfmontur unter der Regenbogenflagge marschieren. „Eine Flagge, die es wert ist, verteidigt zu werden“, so die Titelüberschrift laut RT.de. Darunter etwas kleiner: „Wir verteidigen die Menschenrechte, Gleichheit für alle und unser Recht, so zu leben, wie wir es möchten.“

Die Anzeige löste eine Online-Debatte aus: Das Militär solle sich nicht in Aktivismus verwickeln – insbesondere wenn dieser mit Steuergeldern finanziert werde, so die Kritiker*innen. Ob die Armee nicht eher die Landesgrenzen und die Menschen verteidigen sollte, fragte sich ein Twitter-Nutzer. Für Rechte seien schließlich die Politiker zuständig. Im Gegenzug wunderte sich eine andere Nutzerin darüber, warum die Gleichstellung von LGBTI* und die Verteidigung des Landes für manche Menschen anscheinend zwei völlig verschiedene Dinge seien.

Während Pride-Veranstaltungen veröffentlicht das schwedische Militär regelmäßig LGBTI*-freundliche Image-Anzeigen. 2017 warb man beispielsweise mit bunten Schnürsenkeln an Armeestiefeln, ein Jahr später mit Soldaten mit bunter „Tarnfarbe“ im Gesicht. 2018 schaltete man die Rekrutierungs-Kampagne „Wir marschieren nicht immer geradeaus“, 2019 die Kampagne „Komm wie du bist“.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry 2

Großer Andrang am Set

Wegen des großen Faninteresses an Staffel 2 von „Heated Rivalry“ hat Showrunner Jacob Tierney jetzt um Rücksicht auf Cast und Crew gebeten.
Geldstrafe für George Santos

Illegaler Insider-Wetthandel

Der schwule Ex-US-Abgeordneter George Santos sorgt für neue Schlagzeilen und muss nach einer illegalen Online-Wette mehr als 35.000 Dollar zahlen.
Streit um Gay-Schulclub

Klage gegen US-Schulbehörde

Eltern betroffener Kinder haben Klage gegen eine Schulbehörde in Virgina eingereicht, die unbedingt einen homosexuellen Schulclub verhindern will.
Appell von Autor Can Dündar

Warnung vor homophoben Hass

Autor Can Dündar warnt nach dem CSD-Anschlag vor Homophobie als politischem Instrument und kritisiert doppelte Maßstäbe im Umgang mit Extremismus.
Machtkampf bei der FIFA

Druck auf Infantino wächst

Ex-FIFA-Präsident Blatter bringt die lesbische Norwegerin Lise Klaveness als Nachfolgerin von Gianni Infantino ins Spiel.
World Pride Konferenz

Menschenrechte im Fokus

Bei der WorldPride in Amsterdam diskutieren ab heute Aktivisten und Politiker über LGBTIQ+-Rechte, Gesundheit und politische Herausforderungen.
Klage gegen US-Regierung

Streit um Krankenversicherung

Fünf trans* Bundesbedienstete verklagen die US-Regierung wegen des Ausschlusses geschlechtsangleichender Behandlungen aus der Krankenversicherung.
Kritik an Kanzler Merz

Versagen nach CSD-Anschlag?

Nach dem CSD-Anschlag fordert der LSVD+ mehr Schutz vor Hasskriminalität – und wirft Bundeskanzler Merz mangelnden Dialog vor.
Streit um Italiens Schulgesetz

Massive Kritik an Eltern-Veto

Kritik am neuen Schulgesetz in Italien: Interessenverbände sehen das Eltern-Veto bei Sexualerziehung und LGBTIQ+ im Widerspruch zur Verfassung.