Viele Diagnosen sehr spät HIV-Tests auch in Corona-Zeiten besonders wichtig
Viele HIV-Infizierte wenden sich erst spät oder schon mit Symptomen an einen Arzt. So bleiben in Österreich etwa zehn bis zwanzig Prozent der Infektionen unentdeckt. Vier von zehn Infektionen werden erst drei bis fünf Jahre (oder noch später) erkannt. Doch ob eine Behandlung erfolgreich ist, hängt zum großen Teil davon ab, dass sie möglichst früh begonnen wird. Daher wurde 2016 die internationale Kampagne U=U (Undetectable = Untransmittable; nicht nachweisbar = nicht übertragbar) ins Leben gerufen. Die Kampagne soll auch die Diskriminierung bekämpfen, die HIV-Positive noch immer erfahren.
„Im akuten Verdachtsfall sollte immer so schnell wie möglich Klarheit herbeigeführt werden, am besten in einer spezialisierten Einrichtung […], wo sofortige, unbürokratische und vorurteilsfreie ärztliche Beratung erfolgen kann“, so Dr. Skocic gegenüber der Kronen Zeitung. In der Apotheke könne man sich außerdem mit leicht anzuwendenden Heimtests eindecken. Positive Ergebnisse müssten allerdings weiterhin von einem Arzt abgeklärt werden – sie seien noch keine Diagnose.